I. Kapitel: Allgemeine Grundlagen 1. Natürliche Verhältnisse1 a) Lage, Grösse, Grenzen Das Fürstentum Liechtenstein liegt zwischen 47°3' und 47°14' nörd- licher Breite, 9°29' und 9°38' östlicher Länge von Greenwich und hat einen Flächeninhalt von 106.008 km2.2 Im Westen bildet der Rhein eine «nasse» Grenze zum Kanton St. Gallen. Im Süden trennt ein in ostwestlicher Richtung verlaufender Gebirgszug das Land vom Kanton Graubünden. Er beginnt an der Dreiländerecke des Naafkopfes (2570 m) und führt über Falknis (2560 m) und Rotspitz (2127 m) bis ins Rheintal, wo sich der Fläscherberg mit dem vom Rhein umspülten Ellhorn an- schliesst. Im Osten und Norden grenzt Liechtenstein an das österreichi- sche Bundesland Vorarlberg. Hier verläuft die Grenze im Gebirge vom Naafkopf nach Norden zum Galinakopf (2198 m), biegt dann nach Nordwesten ab, durchquert das Saminatal und erreicht am Garsellikopf (2106 m) die Dreischwesternkette, die in nördlicher Richtung bis zur Mistelmark die Grenze bildet. Von hier gleitet die Grenze wieder nord- westlich gerichtet ins Rheintal hinunter, stösst an den Eschnerberg, dem entlang sie eine Strecke verläuft, dann biegt sie fast rechtwinklig ab, überquert den Eschnerberg und gelangt über das Ruggeller Ried wieder an den Rhein.3 1 Literatur zu a), b) und c : Eine umfassende geographische Darstellung des Fürstentums Liechtenstein ist bis heute noch nicht geschrieben worden. Mehr oder weniger umfang- reiche Angaben finden sich aber schon früh in den alten Landesbeschrei- bungen von Rentmeister Joseph Fritz (HKW L 2-14; 1784), Hofrat Georg Hauer (HKW L 2-14, 41; 1808), und Landvogt Joseph Schuppler (LRA Regierungsbücher; 1815), später in verschiedenen landeskundlichen Arbei- ten: Franz Kraetzl, Das Fürstentum Liechtenstein und der gesamte Fürst Johann von und zu Liechtensteinsche Güterbesitz Brünn 1914, S. 31 — 39 (Olmütz 
11873, 21877, 31881; Brünn 
41884, 51891, 61898, 71903; mit ver- schiedenen Titeländerungen); David Rheinberger, Landeskunde des Für- stenthums Liechtenstein, Innsbruck 1876, S. 4 — 13 (Buchs 
21884; Vaduz 31898; beide anonym erschienen); Friedrich Umlauft, Das Fürstentum Liechtenstein. Geographisch, historisch, touristisch geschildert, Wien 1891, S. 5 —15; Otto Schallert, Landeskunde von Liechtenstein, Dissertation Inns- bruck 1935, S. 4 — 69; Walter Fach, Landeskunde des Fürstentums Liechten- stein, Dornbirn 1938, S. 5 — 9; Franz X. Schredt, Das Fürstentum Liechten- stein. Wirtschaftliche Experimente eines Kleinstaates im beginnenden Zeit- alter der Grossraumwirtschaft. Dissertation Innsbruck 1941, S. 10 — 17. Wilfried Erath, Liechtenstein, Das Land und seine Wirtschaft. Volkswirt- schaftliches aus Liechtenstein, Dissertation Innsbruck 1948, S. 1 — 7; Manfred Böhler, Die Entwicklung der Wirtschaft des Fürstentums Liechtenstein seit 1852, Dissertation Wien 1949, S. 2 - 11. 2 Statistisches Tabellenwerk 1970, S. 17. 3 Zur näheren Information vgl.: Grenzurkundenwerk: Staatsgrenze Liechten- 13
        

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