vierten Turmgeschosses (des Glockengeschosses) könnten zur Dachkon- struktion gehört haben. Die Aufhöhung des Turmes betrifft das fünfte Geschoss, das heutige Glockengeschoss. Dort sind die Mauern wesent- lich dünner. Die Fenster im vierten Geschoss wurden bei der Aufhöhung zugemauert und durch Öffnungen im fünften Geschoss ersetzt. Wie bei der Kapelle auf Masescha, die aus der Zeit um 1300 stammen dürfte, mag der Turm bereits ursprünglich ein Satteldach besessen haben. Der Bauzeit des Turmes dürften auch die beiden Kreuzgratgewölbe im Langhaus angehören, die bis zur Restaurierung 1970/71 bestanden. Das Bild des Kirchenraumes hat sich wiederum verändert: Das Schiff zeigt nun zwei Kreuzgratgewölbe, während im Chor noch das Kreuzrippengewölbe bestand. Spätere Veränderungen Der Renovation von 1873 entstammt das neogotische Portal aus Melserstein, in dessen Giebelfeld die Jahreszahl und die gekreuzten Petersschlüssel angebracht sind. Damals wurde wohl das Gewölbe im Chor beseitigt und durch ein Gipslattengewölbe ersetzt. Einer neueren Restaurierung entstammt der heutige Dachstuhl. Nicht genauer datier- bar ist die Aufhöhung des Glockenturmes. Zum Turmhaus Im Kunstdenkmälerband schreibt Poeschel: «Im Gasthof „zum Lö- wen" in Vaduz befindet sich ein Ölgemälde auf Leinwand (43x62,5 cm) mit einer Ansicht der Sankt-Peters-Kapelle und der sie umgebenden Gebäude von Süden her. Das hohe — heute noch vorhandene — Haus westlich des Kirchleins weist einen Stufengiebel auf.» Dieses Haus wurde gleichzeitig mit der Kapelle instandgestellt. Auf unsere Bitte hin wurde das Gebäude zeichnerisch aufgenommen. Die zeichnerischen und photographischen Aufnahmen sowie gelegentliche Beobachtungen liegen den folgenden Angaben zugrunde21. 21 Leider reichte unsere Zeit nicht für eine eingehende Bauuntersuchung. Auch der Basler Burgenspezialist Werner Meyer fand nicht die Zeit, sich des eigenartigen Objektes anzunehmen. Chr. Simonett, Zillis, nahm einen Augenschein vor am Turmhaus in Mäls, der interessante Ergebnisse er- brachte. 25
        

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