I Etappen entstanden ist. In ähnlicher Weise wurden die Kapellen St. Ma- ria zum Trost auf Dux, Mariahilf in' Balzers/Mäls, St. Wendelin und Martin am Steg, Kapelle St. Florinus in Vaduz nachträglich erweitert. Der Triumphbogen ist in eine ältere Wand eingebrochen worden. Die Grenze zwischen dem Mörtel des ersten Gebäudes und dem bläu- lichen, etwas sandigen Mörtel, mit dem die Steine des Triumphbogens aufgeführt worden sind, konnte genau verfolgt werden. Die Kante des Triumphbogens ist auf der Schiffseite bis auf Sockelhöhe gebrochen; dort läuft die Fase in einer schrägen Fläche aus. Jede der beiden geraden Chorwände wies ursprünglich eine manns- hohe stichbogige Nische auf; diejenige auf der Ostseite wurde nach- träglich, als der Turm angebaut wurde, durchbrochen und dient seither als Zugang zum Erdgeschoss des Turmes. Die Spitzbogenfenster im Chor mit ihren Putzgewänden stammen aus der Bauzeit des Chores. Die im Verhältnis zu den beiden seitlichen höher liegende Sohle des Achsenfensters nimmt wohl Rücksicht auf den gotischen Altar, dessen Aufstellung auf der Achse im Chor bereits ge- plant war. Die heutige Raumwirkung täuscht. Das Chor war von Anfang an und wohl bis ins 19. Jh. gewölbt; darauf deuten die im Mauerverband sitzenden Lagersteine für die Gewölbeanfänger: Stehende, 35 — 40 cm breite und gegen 1 m hohe Tuffe, die etwa 2.10 m über dem bisherigen Boden in die Wand eingelassen sind. Sie geben auch Aufschluss über die Art der Gewölbe: Abgesehen davon, dass um 1500 im Lande mit Rippengewölben versehene Chöre die Regel darstellen17, lassen solch markante Fusspunkte eher auf Rippengewölbe denn auf Kreuzgratge- wölbe schliessen; bei den Rippen muss ja vor allem der Fuss, das Rip- pen-Lager, gut in der Wand verankert sein. Wie bei St. Peter in Schaan, St. Wolfgang in Meierhof und bei der Steigkirche dürften die Rippen- gewölbe von St. Peter in Mäls auf «Stümpfen mit zugespitzten Kon- solen» (Poeschel) aufgeruht haben18. Ganz anders wurden später die Kreuzgratgewölbe im Schiff konstruiert; ihre Fusspunkte sind der Wand angeklebt; die Kappen liegen den Schildbogen der früheren Ge- wölbe auf oder sind teilweise in die Wand eingearbeitet. 17 St. Peter in Schaan, St. Wolfgang in Meierhof. 18 Unbekannt bleiben: Rippenquerschnitt, Form und Höhe des Schildbogens, Gewölbequerschnitt. 22
        

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