Die Aufgabe eines Mesums besteht darin, Kulturgut und Naturdenk- mäler zu sammeln, entsprechend aufzubewahren und durch Ausstel- lungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Unsere Sammlungen sind sowohl für die Forschung als auch zur Darstellung der Landes- kultur nach Ansicht von Fachleuten von grossem Wert. Daraus erwächst uns die Verpflichtung, unsere Kulturdenkmäler zu bewahren und zu pflegen. Das Landesmuseum soll eine Gesamtschau von innerer Ge- schlossenheit anstreben. Eine Ausweitung nach der naturkundlichen Seite hin ist daher erwünscht. Von der Errichtung von Ortsmuseen ist im allgemeinen wegen der engen Begrenzung unseres Landes und we- gen der geringen kulturellen Unterschiede der Talgemeinden abzuraten. Zu begrüssen wäre die Anlage von Depotstellen für altes Kulturgut in den einzelnen Gemeinden. Das Museum ist ein wesentlicher Faktor im Bildungsprogramm un- seres Schulwesens. Dem Besucher ist auf dem Wege zum Verständnis mit allen Mitteln entgegenzukommen. Das Wichtigste im Museum sind nicht die gesammelten Objekte, sondern die lebendige Begegnung des Betrachters mit den Gegenständen. Das Landesmuseum will dem Liech- tensteiner zusammen mit anderen kulturellen Einrichtungen zeigen, dass das Land nicht nur Mittel zur materiellen Existenz, sondern auch geistige Heimat sein kann. Anschliessend sprach Dr. Georg Malin anhand von Lichtbildern über die zweite Etappe der Ausgrabungen in Bendern. Er wird das Er- gebnis seiner Forschungen in einem unserer nächsten Jahrbücher ver- öffentlichen. Seine Durchlaucht der Landesfürst, der die Versammlung mit sei- nem Besuche beehrte, ausserdem einige Gemeinden und Industriebe- triebe haben dem Verein mit Spenden unterstützt, für die wir herzlich danken.Dank gebührt auch der Fürstlichen Regierung für die verständ- nisvolle Unterstützung der Bestrebungen des Vereins und des Landes- museums. Ganz besonders zu Dank verpflichtet ist der Verein der Leitung des Fürstlichen Bauamtes, das ihm sowohl bei den Grabungen als auch beim Aufbau des Museums stets helfend zur Seite stand. Im Namen des Vereins sei auch den Mitgliedern des Vorstandes, den Mitarbeitern am Jahrbuch und allen, die sich für die Belange der historischen Forschung und des Museums eingesetzt haben der beste Dank ausgesprochen. Felix Marxer 195
        

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