Nach Herausgabe der säugetierkundlichen Monographie des Für- stentums Liechtenstein im Jahre 1963 von E. v. Lehmann haben sich bei späteren Untersuchungen für zwei Arten weitere Vorkommnisse fest- stellen lassen. Es gilt dies für die hochmontane Feldmaus (Microtus arvalis rufescentefuscus Schinz, 1845) im Sareis und die alpine Gelb- halsmaus (Apodemus flavicollis alpicola Heinrich, 1951). in Silüm, die beide in Liechtenstein erstmalig gefangen wurden. Es ist an dieser Stelle 1965 (v. Lehmann) und 1969 (v. Lehmann, Knecht) davon be- richtet worden. Im Rahmen dieser Arbeit möchte ich nun Arealverschiebungen in vertikaler Richtung bei folgenden drei Arten beschreiben: Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) Feldmaus (Microtus arvalis) und Zwergmaus (Microtus minutus). Beide Exkursionen, 1970 und 1971, bei denen sich diese Beobach- tungen am Rande ergaben, standen unter Leitung von Prof. Dr. E. v. Leh- mann, der diese Fahrten auch finanzierte. Dafür möchte ich an dieser Stelle herzlich danken. MOPSFLEDERMAUS (Barbastella barbastellus Schreber, 1774) Am Sonntag, dem 29. August 1971 übernachteten wir auf der Rück- fahrt von einer Reise in die Schweiz im Kurhaus von Silum (Liechten- stein). Das Hotel liegt in etwa 1500 m Höhe am Rande eines Fichten- waldes. In der späten Dämmerung des Sonntagabends flatterte dort im hellen Schein einiger Fenster, wahrscheinlich durch die im Lichte flie- genden Insekten angelockt, plötzlich eine Fledermaus, die aber leider nach ein paar Runden weiterflog und im nahe gelegenen Fichtenwald verschwand. Der relativ gewandte Flug, der plumpe Körper sowie die Grösse, die eine Verwechslung mit den Pipistrellus Arten ausschlössen, die in die- ser Höhe auch hätten erwartet werden können, wiesen das Tier als eine Mopsfledermaus aus. Nachdem Barbastella, als einzige Fledermaus ausserhalb der Rhein- ebene, 1961 schon einmal in der Nähe in Triesenberg (ca. 900 m ü. M.) festgestellt wurde, bestätigte sich auch hier, dass diese sehr kälteresi- 185
        

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