vor allem sein Laichgebiet genommen. Nach Albert Nigg, Vaduz, war der Laubfrosch früher am Waldrand beim Schwefel zu beobachten. Josef Biedermann, Bendern, sah ihn noch in den fünfziger Jahren auf einem Gartenstrauch im Bartlegrosch-Vaduz. Trotz mehrmaligem intensivem nächtlichem Suchen, konnte ich das Quaken des Laubfrosches nicht mehr hören. Mit ziemlicher Sicherheit fand ich jedoch im Sommer 1971 einige Laichklumpen im Ruggeller Ried, in einem verlandeten Torfstich. Unglücklicherweise habe ich mit einigen Laichproben auch die Eier zweier Libellen mitgenommen, so dass sich mit dem Schlüpfen der Kaulquappen auch die Libellenlarven entwickelten, die sich alsbald als Räuber unbemerkt an den Kaulquappen gütlich taten. Der Laubfrosch dürfte heute in Liechtenstein nur noch äusserst sel- ten vorkommen, d. h. wenn er überhaupt noch vorkommt. WASSERFROSCH — Rana esculenta Völlig wassergebunden in seiner Lebensweise ist der 8 bis aus- nahmsweise 12 cm grosse, vorwiegend grüngefärbte Wasserfrosch. Wenn er im Frühling (1971 erste Beobachtung im Ruggeller Ried am 12. April) aus der Überwinterung im Schlamm des Gewässers zur Was- seroberfläche wieder emportaucht, ist sein Kleid noch unansehnlich braunschwarz. Bald aber wird die Oberseite leuchtend grün mit scharf- umrissenen dunklen Flecken. Besonders auffallend am Wasserfrosch ist zudem sein stark zugespitzter Kopf. Die meist in Kolonien lebenden Wasserfrösche verfügen über eine reichhaltige Kommunikationsmöglichkeit. Ihr Repertoire geht über Laute wie «kroa-kroa» bis zu «quär-quär» mit vielen Variationen. Es ist nur das Männchen, das quakt. Der Ton wird mit Hilfe von zwei äusseren Schallblasen erzeugt, welche hinter den Mundwinkeln aus Schlitzen haselnussgross hervortreten können. Seine Paarungszeit ist der Monat Mai. Dann ertönen die lauten und vor allem nächtlichen Quakkonzerte an Weihern. Es ist übrigens ein leichtes, sich auch an diesen Konzerten zu beteiligen. Photoaufnahmen von quakenden Frö- schen habe ich nur durch intensives Mitquaken schiessen können, weil dann nämlich die Frösche gegen den vermeintlichen Eindringling in ihr Revier vorrücken. 171
        

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