Material, Reste von Wandverputz und farbige Behandlung Als Mauermaterial sind für die erste Kirche Kieselbollen mit Stein- splittern als Zwischenschichten verwendet worden. Die Schildbogen- flächen der Aussenmauern sind wie etwa bei den Seitenschiffen von Romainmötier erst nach Errichtung der Rippen eingespannt worden. So erklären sich die leicht halbmondförmigen Steinlagen in den Schild- bogenflächen, die den Gewölbeansätzen vorgemauert sind. Die Ge- wölbe müssen nach den vorhandenen Resten hauptsächlich mit Tuff- steinen ausgeführt worden sein. Auch Rippen und Schlußstein waren aus diesem Material gearbeitet und die in der Wand steckengebliebenen Reste des Querbogens zwischen Altarraum und Vorraum wiesen das- selbe Material auf. Das Gebäude ist mit grossem handwerklichem Auf- wand errichtet worden, wovon die soliden Mauern und Gewölbe, aber auch die starken Querbalken über dem Vorraum, die Dicke der Decken- bretter, Konstruktionsweise der Flachdecke und der dick verputzte Kirchenestrich zeugen. Im Inneren waren da und dort Reste von Wandverputz festzustellen. Er war lebendig, in einer Stärke von ca. 1 cm über die Mauersteine gezogen, und seine gekalkte Fläche wies eine gelbliche Farbe auf (Ton von altem Papier). Die Rippen waren grau bemalt, und die graue Farbe säumte links und rechts den Rippenansatz im Kappenfeld. Er war von einer ca. 1 cm breiten roten Randlinie gesäumt. Grau bemalt war auch der mit einer ursprünglichen Putzschicht überzogene runde Schlußstein aus dem Abbruch der bisherigen Gewölbe, der zum ursprünglichen Kreuzrippengewölbe gehören muss. Die Verputzreste haben sich zur Hauptsache in den Raumecken oberhalb und hinter den bisherigen Ge- wölbeansätzen erhalten. Die vorhandenen Reste lassen nicht auf Aus- malung des Raumes schliessen; immerhin ist es möglich, dass an den Wandflächen einzelne Darstellungen vorhanden waren, von denen sich aber keine Reste nachweisen Hessen. Ein ca. 7 cm breites graues Begleitband umzog aussen die recht- eckige Fensteröffnung auf der Westseite. Schmale rote Fugenlinien zwi- schen Bank, Gewändestein und Giebel deuten darauf hin, dass die graue Farbe wie bei der daneben liegenden Türe, Hausteine bezeichnen, sollte. Im Abstand von ca. 13 cm war das graue Band begleitet von einer roten, etwa 4 cm starken Linie, welche als Parallele die Fenster- öffnungen begleitete und oberhalb des Fensters einen Dreieckgiebel 19
        

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