GELBBAUCHUNKE — Bombina variegata Die Unken halten sich während des ganzen Lebens bevorzugt im Wasser auf. Im auffälligen Gegensatz zur unscheinbaren, warzigen und erdfarbenen Oberseite, prangt der Bauch in einem leuchtenden Zitronengelb mit schwarzen Flecken. Diese frabenprächtige Unterseite bekommt man jedoch kaum zu Gesicht. Nur aus Schrecken nehmen die Unken eine sog. «Kahnstellung» ein, in der sie den Rücken hoch durchdrücken und die Gliedmassen hoch anziehen, so dass Teile des farbigen Bauches zu sehen sind. Verängstigte Unken sollen sich auch regelrecht mit giftigem, aus ihren Drüsen stammenden Seifenschaum überziehen, was ich bis heute jedoch noch nie beobachten konnte. Die Flötenlaute der Unke, ein leises «Uh, Uh, Uh» hört man Tag und Nacht vom Mai bis in den August hinein. Es tönt aus der von der Sonne er- wärmten Pfütze in der Deponiegrube, aus der mit Regenwasser gefüll- ten Radspur im Walde, aus dem Torfstich, wie aus allen möglichen Orten. Das ca. 5 cm grosse Tierchen schwimmt dabei mit gespreizten Beinen im Wasser und die Männchen halten dann wochenlang ein ge- nau bestimmtes Revier in ihrem Besitze. Bei Gefahr vergraben sich die Unken blitzschnell im Schlamm. Die gelbbäuchige Unke soll allgemein das Hügel- und Berggebiet der Ebene bevorzugen. Sie soll aber auch bis auf Höhen von 1800 Metern über Meer hinaufsteigen. Vorkommen in Liechtenstein : Die Unke ist neben dem Teichmolch die am wenigsten anspruchsvolle Amphibienart. Sie begnügt sich oft mit Wagenspuren und den Pfützen in den oft lehmverdichteten Depo- nieplätzen. Trotzdem ist sie in Liechtenstein nicht sehr häufig. Mir sind zur Zeit folgende Standorte bekannt: Tümpel hinter dem Lawenakraft- werk Triesen mit einem Vorkommen von über 500 Stück, ferner sah ich sie im Sammler gegen Magrüel, im Triesner Steinbruch in einer Regenpfütze, auf einer alten Deponiestelle nahe der Lawenarüfe, im Kiessammler der Quaderrüfe bei Schaan, unterhalb der Deponiestelle bei der ÖBB auf der Höhe der Hilti AG, eher selten im Naturschutz- gebiet Schwabbrünnen, in der Eschner Rheinau bei einer Deponiestelle, auf dem Schellenberg beim Rietle, sowie im Ruggeller Ried in Torf- stichen, aber nie in den sonst amphibienreichen Gräben (Konkurrenz- kampf !). Bis heute traf ich die gelbbäuchige Unke auch nie in den aufwerti- 161
        

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