Die einzelnen Amphibienarten bevorzugen verschiedene Gewässertypen Der Feuersalamander legt seine Larven fast ausschliesslich in Wald- und Wiesenbächen ab. Wichtig wäre also, dass die Bäche weder ver- schmutzt noch in Röhren gefasst werden. Und gerade letzteres ist in Liechtenstein eine grosse Gefahr. Viele Bäche werden oft ohne zwin- genden Grund überdolt — einfach weil man mit ihnen nichts anzu- fangen vermag. Auch kleinste Wässerchen und Quellen werden noch zu oft gefasst. Damit verliert nicht nur der Feuersalamander seinen Laichplatz, auch der Spaziergänger verliert ein wichtiges Element in der Erholungsland- schaft. Grosse Grasfrosch-, Erdkröten- und Wasserfroschpopulationen ent- stehen in alten stabilen Weihern, die von Wald oder Wiese und Rie- dern in Waldnähe umgeben sind. In stabilen Kleinstgewässern (Tüm- pel) bilden sich entsprechende Kleinpopulationen. Der Grasfrosch und die Erdkröte sind durch ihre starke Standorttreue bedroht und beson- ders die Erdkröte besitzt in Liechtenstein keinen einzigen sicheren Laichplatz. Bedroht sind ihre Brutstätten durch Trockenlegung: Gampriner Seelein; Vergiftung durch Über- düngung des Gewässers: Ruggeller Ried; Fischbesatz: Gampriner Seelein, Heilos, Schlossweiher, (arge Laichräuber sind vor allem Hecht und Forelle); Strassenverkehr: Schwabbrünnen, Gampriner Seelein, Schlammsammler Quader Rüfe, Heilos, Balzers. Zuschütten des Gewässers: Balzers entlang Strasse Balzers-Mäls. Erst der gesetzliche Schutz eines Lebensraumes und die ständige Überwachung mit dem evtl. nötigen Pflegeeingriff erhält uns die äus- serst nützlichen Amphibien. Die Gelbbauchunke und die Molcharten finden wir vor allem in - kleineren Gewässern. Ob sie diese den grösseren vorziehen ist deshalb schwer zu sagen, weil Molche in der Ufervegetation grösserer Gewässer fast nur zufällig gefunden werden können. Molche werden aber oft unvermutet in kleinsten unscheinbaren Wässerchen gefunden, die selbst der Unke zu klein sind. 153
        

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