aufsatz vermauert, der ebenfalls im ursprünglichen Mauerverband steht. — Wahrscheinlich besass der kleine Kirchenraum in der beim Anbau des spätgotischen Chores abgebrochenen Altarwand ein Fenster, denn die beiden kleineren Lichtöffnungen in der West- und in der Nordwand vermochten kaum genügend zu erhellen. Nach dem Charak- ter des Gebäudes ist ein einfaches Masswerkfenster nicht auszuschlies- sen. Von den Seitenwänden besass nur die strassenseitige Westwand eine kleine Lichtöffnung, welche aussen die Form eines liegenden Rechtecks (68 x 72 cm i. L.) aufwies. Der Fenstersturz war mit einem gemalten Dreieckgiebel überhöht. Die inneren Gewände waren ge- schrägt (das nördliche hat sich erhalten) und setzten auf einer horizon- talen Bank auf. Sie weiteten sich gegen den Kirchenraum und endeten mit einem flachen Dreieckgiebel11 oder mit einem Stichbogen. Ein horizontales Schubloch in beiden Gewänden beweist, dass das Fenster von innen mit Brett und Schubbalken verschlossen werden konnte. Diese Vorrichtung, die bei Türen und Fenstern von Profanbauten ziem- lich häufig auftritt, ist bei Kirchenfenstern eher selten. 400N tDON ANSICHT AN SÜOOEVÄNOE ANSICHT AN NOROOCVJANOE ANSICHT VON OSTEN AN DAS WESTFENSTER MIT REKONSTR. VEHSCHLUSSBRETT 4 Westfenster Bau I, Schnitte und rekonstruierte Ansicht 11 Als Beispiel sei ein Fenster im Bergfried des Schlosses Vaduz zitiert: Poeschel KDM FL, 187, Abb. 182. Aus dem Ende des 15. Jh. stammen die flachgiebligen inneren Fensterabcshlüsse in der Kirche von Gelterkinden BL. (H. R. Heyer, Kirche Gelterkinden, Schweiz. Kunstführer, hg. von der Ges. f. Schweiz. Kunstgeschichte, 1971). 17
        

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