LEGENDE ZU DEN PERIODENPLÄNEN GESAMTBESTAND AUFGEHENDES MAUERWERK ÜBERNOMMEN / NEU ERGÄNZTE MAUERZUGE Die Bauuntersuchung Im Frühjahr 1970 ergab die Bauuntersuchung als erstes, dass der Turm nicht Rest eines älteren Gebäudes, sondern ans Chor der Kirche angebaut ist. Als er vom Verputz befreit war, konnten wir feststellen, dass er bis an eine Aufhöhung unter den Schallarkaden, die auch Poeschel erkannt hatte, einheitlich und in einem Zug erbaut worden ist. Weil er nicht auf dem Felsen steht, sondern im schwarzen, feuch- ten, vielleicht gelegentlich sumpfigen Erdreich, hat sich sein Mauer- werk von dem des Kirchenchores gelöst; der Turm hat sich gesenkt. In der oben handbreit klaffenden (nachträglich ausgemauerten) Spalte zwischen Chor und Turm konnte man mit dem Spiegel feststellen, dass die Oberfläche des Mauermörtels, mit dem der Turm aufgeführt wor- den war, stellenweise die Bewegung des Verputzes am Kirchenchor mitmachte, d. h., der Turm ist nachträglich an ein bereits verputztes Chor angebaut worden. Seine vierte, chor-seitige Wand ruht hälftig auf der Chormauer, zur andern Hälfte auf einem Entlastungsbogen, der die Last auf die Seitenmauern verteilt4. Damit diese dem Druck zu wider- 4 Damit erklärt sich die Feststellung von M. Wanger, dass die vierte, chor- seitige Turmmauer nicht fundiert war: Sie fehlt im Erdgeschoss, setzt erst auf der Chormauer an. 13
        

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