2. Die Schilderung seiner Heimai bei Pedioneus Es muss also der Versuch gemacht werden, ob nicht durch die Schilderung seiner Heimat, die Pedioneus uns selbst in seinen Gedich- ten hinterlassen hat, dieser noch recht umfassende Raum weiter ein- zuengen ist. Pedioneus schildert an drei Stellen seine Heimat wie folgt: I. Gedicht an Bonifaz Amerbach (1542)!) Littus ut Eniacum patriasque reliquimus oras, Rhenus ubi Helvetios flumine scindit agros. («Wie wir den Strand des Aeneas und die vaterländischen Küsten ver- lassen haben, wo der Rhein mit seinem Fluten die helvetischen Äcker überflutet.») Darnach liegt also die Heimat des Pedioneus am Rhein, und zwar an einer Stelle, wo wenigstens ein Rheinufer unter den Überschwemmungen des Rheins zu leiden hat. II. Gedicht an Bonifaz Amerbach ( 1 5 4 2 ) 
10 Non invisa mihi Alpinae confinia terrae, Stagnat ubi angustis Rhenus contractior undis. Haec dilecta meis patriis e manibus ora. («Nicht verhasst ist mir die Gegend des Alpenlandes, wo das zusam- mengedrängte Wasser des engen Rheins Überschwemmungen verur- sacht, dieses von meinen väterlichen Vorfahren geliebte Land!»). Diese Aussage geht in zweifacher Hinsicht über das vorige Zitat hinaus: wir erfahren nämlich mehr, dass der Rhein in der Heimat des Pedioneus eng und zusammengedrängt ist, andererseits aber auch, dass diese Landschaft zu den Alpen gehört. III. Gedicht an Julius Pflug (1542) 
11 .... patriam rediturus ad urbem, Qua prope Rhenano nostrates flumine terra Distant-Helvetia. 9 Universitätsbibliothek Basel, Handschrift G. II. 23, Fol. 36J 10 Ebenda, G. II. 23, Fol. 38.v 11 Stiftsbibliothek Zeitz, Carmen Hodoeporicon itineris Nemeti (1542). 105
        

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