Kurzberichte Die Zisterne unter dem Specki-Brimnen Infolge der Strassenregulierung westlich des alten Friedhofturmes in Schaan muss der Speckibrunnen entfernt werden. Die Zisterne, die direkt unter dem in Abbruch befindlichen Brun- nen liegt, hat die Form eines etwas überhöhten Bienenkorbes. Der Durchmesser des kreisförmigen Bodens beträgt ca. 4.00 m, die Gewölbe- höhe vom Scheitel bis zum Boden misst ebenfalls etwa 4.00 m. Die Wände sind mit einem glatten braunen Kalkmörtel verputzt. Es wurde berichtet, dass der sehr harte und wasserundurchlässige Mörtel aus einer Mischung von Kalk mit Lehm bestehe; daher auch die braune Färbung. Der Einstieg ist im Süden beim Gewölbeansatz. Weder eine Einfluss- noch Ausflussöffung wurden festgestellt. Über das Alter der Anlage kann nichts Bestimmtes ausgesagt wer- den. Dr. Georg Malin macht in diesem Zusammenhang auf die Feuer- löschordnung vom 10. Oktober 1812 unter Landvogt Schuppler auf- merksam. Nach Aussage von alt Vorsteher Tobias Jehle ist vor etwa 30 Jahren der alte Brunnen, der aus Sandstein bestand, ersetzt worden, und zwar durch die Firma Wenaweser und Jehle, Schaan. Man wusste von der Existenz der Zisterne und ist bei den Arbeiten auch auf das Gewölbe gestossen. Das Abwasser des alten Brunnens soll in die Zisterne geflos- sen sein. Tobias Jehle, geb. 1885, kann sich nicht erinnern, dass die Zisterne jemals in Gebrauch gewesen wäre. Das Wasser zum Brunnen wurde von der Wiesseler-Quelle, etwa in halber Höhe des Krüppel geliefert. Es wurde auf Dux in einem offenen Reservoir gesammelt und von dort ins Dorf geleitet. Im Reservoir hät- ten im Sommer auch des Schwimmens kundige Buben gebadet. Es be- stehe noch eine zweite ähnliche Zisterne beim Brunnen ob dem Fried- hof. Das Abwasser des Brunnens sei zuerst auch in die Zisterne gegan- gen. Man hätte dasselbe aber vor etwa 30 Jahren in die Kanalisation geleitet, da die Zisterne undicht gewesen sei und das Wasser im Fried- hof nasse Stellen gebildet habe. 523
        

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