Staat und die Krone Frankreichs die alte Bindung ausdrücklich vorbe- halten. Der französische Vertreter in der Person des Herzogs verpflich- tete sich zur Abführung seiner Regimenter aus Bünden und den Unter- tanengebieten. Der Abzug der Soldaten beginnt danach am 20. April und muss am 5. Mai beendet sein. Bis zu diesem Datum werden alle befestigten Plätze wie «Montiel Rina, Grosso, Sondrio und Tyramo» ge- räumt. Das Schloss Cläven, zur Zeit unter dem Kommando des Ober- sten Ulysses von Salis, wird erneut dem Oberbefehl der Bünde unter- stellt. Die Festung am Rhein bei Maienfeld geht am Morgen des 27. März in die Hände des Obersten Caspar Schmid über. Die nicht zu seiner Truppe gehörigen Soldaten — Franzosen — müssen mit «wehr und bagage» bis zum Abend des 26. März ausziehen. Allen Franzosen wird freier Abzug gewährt, das Betreten von Reichsboden (Liechten- stein) und österreichischem Gebiet ist ihnen untersagt. Von der Staig- schanze und Gutenberg dürfen keine fremden Truppen ins Bündner- land eindringen und den Zürcher Obristen belästigen. Der Abzug der Franzosen muss in guter Ordnung, nie mehr als 250 Mann auf einmal, vor sich gehen. Zum Abmarsch sind die dafür vorgesehenen. Strassen zu benutzen, entstehende Schäden müssen dem zuständigen Landammen vergütet werden. Den französischen Knech- ten ist eine Sammlung in der Eidgenossenschaft («ainige Masca von Franz: Volckh.in Schweizerlandt samlen ») verboten. Als Bürge für die Abmachung bleibt der frühere Kommandeur der Rheinschanze, der Herr von Sanct Simon, unter einer Bedeckung in Chur vorläufig zurück.8 Am 30. März beschlossen die Stände der vier österreichischen Herr- schaften in Vorarlberg, dreihundert junge, taugliche Milizsoldaten so- fort mit Überwehren auszustatten. Zweihundert verlegte man tags da- rauf auf Gutenberg, während hundert als taktische Reserve in Feld- kirch verblieben. Der Sold wird von. den Vorarlberger Ständen über- nommen, Säumer und Pferde für die Miliz haben ebenfalls die vier 8 Vergleich zwischen dem Duca di Rohan und den Pündtnern vom 26. März 1637. Die Angabe der Strassen diente wohl der bewaffneten Kontrolle des Abzugs wie seinerzeit beim kaiserlichen Zug nach Mantua 1629. In Liech- tenstein war dies jedoch damals mit wenigen Söldnern unter dem Land- vogt Ringold von Prosswaiden gänzlich gescheitert. 509
        

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