Balzers: Pfarrer, Frühmesser 4 Gulden 30 Kreuzer viertel]'. Triesen: Pfarrer 3 Gulden u. Lebensmittel viertel]'. Triesnerberg: Pfarrer 4 Gulden viertelj. Schaan: Pfarrer 4 Gulden viertelj. Mauren: Pfarrer ' 3 Gulden viertelj. Bendern: Pfarrer 3 Louisdor jährlich Die Durchführung einer allgemeinen Sammlung stiess jedoch bald auf grosse Schwierigkeiten: Nicht nur dass etwa die Oberamtskanzlei vergessen hatte, den Geistlichen von Triesen, Mauren und Balzers die betreffenden Instruktionen zu schicken (im.Falle Balzers war das ober- amtliche Schreiben von Vaduz einen Monat unterwegs), was natürlich unliebsame Verzögerungen brachte. Bereits die Beschaffung eines «Ar- menpflegers» machte in einigen Orten erhebliche Schwierigkeiten, weil sich niemand dazu herbeilassen wollte. Der Pfarrer von Schaan drückte sich folgendermassen aus: «Die Vorgesetzten glauben, dieses (Amt eines Armenpflegers) möchte Torna Kranz von Seiten eines gnä- digen Oberamts angezeigt, und selber dazu bestellt werden, damit er sich weniger entschuldigen könne.» — Und dies am 26. Juli, nachdem bereits Mitte Mai die Aufforderung zur Bestimmung eines Pflegers hinausgegangen war. In Mauren stand die Sache noch schlimmer, weil dort der Land- ammann die Instruktionen des Oberamtes einfach ignorierte und die persönlichen Bemühungen des Pfarrers fehlschlugen. Bendern und Mauren waren überdies die einzigen Orte, in welchen sich noch Schweizer Bettler öffentlich sehen Hessen. Es bedurfte eines strengen Verweises, der Drohung einer Anzeige und des Erscheinens des «Kor- porals», bis man sich auch in Mauren bemühte. Am 30. Mai sollten sämtliche Geistliche des Fürstentums die «Ver- ordnete Aufmunterungs Rede, einen freiwillig ergiebigen Beytrag für die Armen zu bewürken», halten. Über die Wirkung der Predigt ist uns in drei Fällen etwas bekannt. Deutlich spricht daraus die Erfolglosig- keit des Unternehmens und die Verlegenheit der Geistlichkeit dies offen zuzugeben. Es ist einfach unglaubwürdig, wenn etwa der Pfarrer von Triesnerberg zwei Monate nach besagter und gehaltener Predigt dem Oberamt erklärt, er wisse bis jetzt noch nichts über den «Nutzen» seiner Aufforderungen zum Almosengeben. 499
        

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