Auch die Konferenzen der Ärzte brachten kein Ergebnis über die Ur- sachen der Krankheit, welche sich in Form des schwer zu heilenden «Milzwehs» und der etwas milder verlaufenden «Galaknöpf» zeigte. Wiederum wurde die «vergiftete Luft» dafür verantwortlich gemacht, die aufgeklärten Sarganser, der Ursache wohl am nächsten, sprachen von einem «vergifteten Fliegenbiss». Die grosse Masse des Volkes ver- mutete aber dahinter eine Strafe Gottes, und was lag daher näher, als den zürnenden Gott wieder zu besänftigen? Bauern der unteren Herr- schaft nahmen wie schon 1796 das Kreuz und zogen auf Eschen zum hl. Martinus. Die von Bendern wiederum pilgerten zum hl. Antonius nach Appenzell. Die Pfarrei Eschen, wie es scheint, hatte wenig Ver- trauen zum Hl. Martin und ging im Gebet jeden Freitag nach Nendeln. Trotz der Hilfsmittel und Arzneien, welche «nur von gemeinen Leuten» erfunden worden waren, wurde in jedem Fall das gesamte Vieh bene- diziert. Die Seuche verschwand so schnell, wie sie gekommen war, «nie- mand weiss wie, und doch sind viele hundert Stück Ross und Vieh krepiert». 477
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.