sei eine .schlechte. «Durch heimliche Wege stünden sie miteinander in ständigem Handlungsverkehr» und hetzten zudem die Vorarlberger auf. Bei einem neuerlichen Einfall der Franzosen fänden die Beamten keine sichere Zuflucht bei der Zivilbevölkerung. Die Schweizer wieder- um würden ihnen entweder eine Aufnahme versagen oder sie miss- handeln. Ganz -im Gegensatz zum neuen Vorarlberger . Kreishauptmann Vi- kari nahm Menzinger auch in den folgenden Jahren die Grenzkontrolle überaus ernst, so dass ihm Vikari sogar vorwarf, die Massnahmen hätten «keinen günstigen Eindruck bei diesseitigen (Vorarlberger) hö- heren Orten hervorgebracht». Kreishauptmann, Vikari ging es vor al- lem darum, durch ein zu strenges, unnachsichtiges Vorgehen Leute der ärmeren Schichten in Liechtenstein nicht «ganz herberg- und brodlos» zu machen. Schonung und Rücksicht seien hier angebracht, um diese Leute nicht zu einer Gefahr für die Allgemeinheit werden zu lassen. Zü alledem fielen in Liechtensteinsdie politischen Krisenzeiten auch mit Naturkatastrophen zusammen. Chronist Heibert schreibt über das Jahr 1796: «Der unfruchtbare Sommer ist endlich vorbei. Ihm folgte ein rauher und nasser Herbst. Vieles haben die lieben Landsleute im verwichenen Sommer ausgestanden, nebst den unerträglichen Kriegsverwüstungen. So hat noch ein fürchterliches Hagelwetter grossen Schaden getan, und besonders Sturmwind, der alles Obst abriss, Türken und das Korn in den Grund schlug. Das noch stehende Korn ist rein ausgedröscht, viele Bäume aus den Wurzeln gerissen. Ausser dem allem haben die Enger- linge und anderes Ungeziefer mehr als die Hälfte der Früchte an Tür- ken und Heu gefressen, so dass hierzulande viele mit Gütern anzutref- fen sind, die kein Viertel Türken im Haus haben. Und doch müssen sie täglich Kriegskösten, Fuhren und dergleichen ausstehen». Das was die Liechtensteiner 1799 erlebten, gehört wohl zum Schreck- lichsten in der Geschichte des Landes. Hatten bereits die Kaiserlichen im Winter 1798/99 durch ihre Requisitionen und Einquartierungen die Nahrungsreserven der Bauern stark belastet, so bedeutete der unver- mutete Einfall der Franzosen am 6. März 1799 für viele das Ende. Be- sonders in Bendern, Mauren, Nendeln und Eschen sah es schlimm aus. Der Feind plünderte «alles, Wein, Fleisch, Käs, Schmalz, Schweine, viel Vieh . .. ». Ferner mussten aus diesen Dörfern 64 Pferde kostenlos an 465
        

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