Fürsten Johann Adam, nämlich 43, 44, 45 und 46. Die blanken, achtkantigen Läufe sind bezeichnet: MAX und mit der Marke des Max Wenger (Stockei 1144), sie sind ganz geschiftet, mit Bein und schwarzem Horn belegt, an den Kolben eingelegt ein Bär, ein Löwe, ein Hirsch, eine Garns und eine liegende Hirschkuh. (FLRK 3853, 3985, 3988 und 3999). Im Gewehrkammerinventar des Für- sten Carl Eusebius von Liechtenstein aus dem Jahre 1658 (HL, Ms. 657) kommen bereits acht «Wengersche Stutzen» vor, an deren Kolben ein «Schwein springend», «ein Low mit einem langem Schwaif», «ein Wildtbeer» und «ein springende Gamss», ein Hirsch und eine Hirschkuh mit schwarzem Bein eingelegt ist (zu Maximi- lian Wenger vgl. auch Thieme-Becker, Künstlerlexikon Bd. XXXV, S. 375). 86 Identisch mit FLRK 3998. Jagdbüchse, 970 mm lang, der Lauf achtkantig, blank, darauf eingeschlagen M und S. Radschloss, ganzer Schaft mit weissen Beinplättchen eingelegt, am deutschen Kolben die Nummer 47. 87 Identisch mit FLRK Nr. 3992. Jagdbüchse, 1057 mm lang, auf dem achtkantigen blanken Lauf eingeschlagen H (nicht A, wie im In- ventar wohl zufolge eines Hörfehlers angegeben) und F und die Jahrzahl +16 +10 +. Radschloss, ganzer Schaft mit dunklen Horn- einlagen, am deutschen Kolben die Nummer 48. Diese Waffe war 1658 im Besitze des Fürsten Carl Eusebius von Liechtenstein (HL, Ms. 657, fol. 12. vo). 88 Dieser Lauf, 855 mm lang, bezeichnet: H B 1614, ist in einer spä- teren Schäftung von Felix Meier in Wien (aus Wangen im Allgäu gebürtig, arbeitet in Wien zwischen 1699 und 1740 (yide Anm. 11), erhalten geblieben (FLRK 4026). Diese Neuschäftung liess Fürst Emanuel von Liechtenstein (1700 —1771) vornehmen, in dessen Gewehrkammerinventar aus dem Jahre 1753 sie schon erwähnt wird. Das Rohr stammt aus dem Besitze des Fürsten Carl Eusebius (HL, Ms. 657, fol. 12 vo.). 89 Identisch mit FLRK 3969, Jagdstutzen, 792 mm lang, am blanken, achtkantigen Lauf eingeschlagen I P und zweimal die Marke IP über halbem Speichenrad. Graviertes Radschloss, ganzer Schaft mit gravierten Beinplättchen eingelegt (am Kolben ein Einhorn), am deutschen Kolben die Nummer 50. 90 In- der FLRK befinden sich zwei Jagdbüchsen-Paare von Jacob Koch aus Wien, mit Bein und dunklem Horn eingelegt, um welches Paar es sich hier handelt, lässt sich mangels einer alten Inventar- nummer nicht feststellen. Jacob Koch wurde in Wien am 28. Juli 1685 Meister (Schedelmann S. 12). 446
        

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