die Hauptarbeit geleistet,87 am 26. November 1861 dem ganzen Aus- schuss vorgelegt und dieser ihn am nächsten Tag beraten hatte, wurde er nochmals dem Subkomitee zurückgegeben, mit dem Auftrag, ihn einem «staatswissenschaftlich gebildeten Mann, der mit dem Ver- fassungsverhältniss Deutschlands vertraut ist», zur Begutachtung vor- zulegen. Er sollte den Entwurf' besonders auf Widersprüche zur deut- schen Bundesverfassung prüfen.88 Offensichtlich wollte man zum vorn- herein einer Wiederholung der Erfahrungen von 1852, als die proviso- rische Verfassung von Bundes wegen revidiert werden musste, vor- beugen. Das Resultat war freilich eine unerwartetes, indem am 15. Dezem- ber von dem Betrauten «eine völlige Umarbeitung des Entwurfes mit Beibehaltung der Hauptbestimmungen desselben» eintraf, mit der Ver- sicherung, dass nichts darin enthalten sei, was der deutschen Bundes- verfassung widerspreche.89 Der Verfasser dieser neuen Entwurfsstufe geht leider nicht aus den Akten hervor, wahrscheinlich handelte es sich um einen Bekannten von Karl Schädler aus seiner Frankfurter Zeit, wohl einen deutschen Rechtsgelehrten. Da sein Entwurf jeden- falls den des. Subkomitees inhaltlich und in manchem wörtlich be- rücksichtigte, zugleich aber ausführlicher und präziser war, so legte das Subkomitee denselben am 20. Dezember mit einigen Verbesse- rungen dem Ausschuss vor. Am 22. Dezember empfahlen Subkomitee -und Ausschuss das Ergebnis ihrer Arbeit «mit Beruhigung» dem Land- tag.90 Dieser nahm ihn an, so dass von Hausen den neuen Entwurf der 87 Daher die Aufschritt auf dem Umschlag zu Entwurf'und Referat I: «1' Ent- wurf der' Verfassung ausgearbeitet von dem Landesphysikus Dr Schädler zu Vadutz und zur Berathung dem Landtagsausschuss vorgelegt im Monath November 1861»; siehe oben Anm. 77. 88 Landesvikar- Wolfinger holte zu diesem Zwecke bei der Regierung eine weitere Frist von 4 Wochen ein; Referat II, siehe oben Anm. 65. Vorher war schon eine Verschiebung des bereits auf den 7. Nov. angesetzten Land- tages erlangt worden, siehe oben Anm. 65 und 74. 89 Es seien nur Bestimmungen aus solchen Verfassungen übernommen wor- den, welche der Bund bereits garantiert habe; Referat II, siehe oben Anm. 65. 90 Referat II, siehe oben Anm. 65. 27,0
        

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