Schon etliche Jahre vor 1848 hatte der Fürst die Zoll- und Weggel- der, die als Herrschaftsregal zuvor in seine Privatkasse flössen, dem Lande überlassen, besonders zu Rheinwuhrbauten. 1848.machte er sie endgültig zu Staatseinkommen.9 Waren diese Einnahmen auch nicht bedeutend,10 so bildeten sie doch den grössten Anteil an den Gesamt- einnahmen des Staates. Es waren aber weniger die höheren Zollein- nahmen, die man sich durch die Öffnung der Zollgrenze gegen Öster- reich und Deutschland erwünschte, als vielmehr die Vorteile für die darniederliegende Privatwirtschaft. Gerade die Krisenjahre vor, wän- den und nach der Revolution Hessen die Isolierung am deutlichsten fühlbar werden.11 An ein Mithalten im Deutschen Bund, der seit 1848 mit stets steigenden Anforderungen an das kleine Mitglied herantrat, war unter solchen Umständen nicht mehr lange zu denken. Ein Aus- weg aus dieser Isolierung wurde zur Lebensfrage schlechthin. 1. Der Kampf gegen die Isolierung Die Bestrebungen, die österreichische Zollgrenze zu öffnen, began- nen schon Jahrzehnte zuvor unter Fürst Johann I., der. 1824 in Wien darum ersuchte, den österreichischen Einfuhrzoll auf liechfensteini- LXIX/32, Nr. 593. Marxer war Zoll- und Weggeldeinnehmer in Nendeln von 1827-34, in Schaanwald von 1834-1852. Von 1820-1834 war die Zoll- und Weggeldstation von Schaanwald nach Nendeln verlegt worden, so dass während dieser Zeit auch eine Station in Mauren bestand; Martin Joseph Marxer an Oberamt, 6. Juni 1834, LRA XIIC/2, Nr. 227; Erledigung des Oberamts, 16. Sept. 1834, ebda. 9 Siehe oben S. 72. 10 1846: reine Zolleinnahmen 2684 fl. 58 er.; zusammen mit dem Weggeld : 3500 fl.; Zusammenstellung des Oberamts, 22. Okt. 1847, HK 1862/11175 (1847/12917). - Für das Jahr 1848 berechnete Menzinger an Zoll und Weg- geld 3800 fl.; Oberamt an Fürst, 29. März 1848, HK 1863/10370 (1848/5391). 1849: 5420 fl.; 1850: 5160 fl.; 1851: 4700 fl.; von diesen Beträgen machte das Weggeld einen Viertel aus; Zusammenstellung, «Bemerkungen», o. D., wohl 1852, LRA LXXXVII/1. 11 Siehe oben S. 37 f., 162 f. 187
        

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