tensteiner und Deutsche und des Fürsten als souveräner • Herrscher, deutscher Bundesfürst und österreichischer Adeliger zu schenken. Das Verhältnis zu Österreich bedarf durch den Einblick in die politischen Ziele, die Österreich am Rande des Kampfes um den Vorrang in Deutschland und Mitteleuropa etwa mit dem liechtensteinischen Zoll- anschluss und mit der liechtensteinischen Bundespolitik verband, einer differenzierten historischen Bewertung. Der ungewohnte Blickwinkel von der Seite des Kleinstaates aus mag zur Charakterisierung auch der grösseren Ereignisse und vorab des Deutschen Bundes ein weiteres leisten. Um das lebendige Wachsen und die ständigen Wechselwirkungen sichtbar zu machen — gleichsam den Blick in den Schnürboden der Geschichte zu öffnen —, wird eine organische Darstellungsweise ge- wählt, trotz des Nachteils, dass die einzelnen Zweige der Entwicklung, zum Beispiel die Schule oder das Zehntwesen, nicht in einem Block überschaubar werden. Doch bedürfen diese ohnehin spezieller Unter- suchungen. Überhaupt gestattet nur die geringe geographische Grösse des Fürstentums, es gesamthaft zum Gegenstand einer Detailunter- suchung zu machen. Die vorliegende Arbeit setzt zeitlich die im glei- chen Rahmen gehaltenen Dissertationen von Georg Malin und Rupert Quaderer fort. Die Quellen, die für diese Zeit immer zahlreicher und auch unüber- sehbarer werden, fanden sich in erster Linie im Regierungsarchiv in Vaduz und im fürstlichen Hausarchiv in Wien, sodann im Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien, im Bundesarchiv, in Frankfurt, im Familien- archiy der Familie Rheinberger in Vaduz und in wenigen Fällen im bischöflichen Archiv in Chur, im Landesarchiv für Vorarlberg in Bre- genz und im Deutschen Zentralarchiv in Merseburg. Die liechtensteini- schen Gemeinde- und Pfarrarchive, soweit sie durch Fridolin Tschugmell zugänglich gemacht wurden, ergaben nichts Zusätzliches für unsere Fragestellung. Als neue Quellengruppe für die untersuchte Zeit liefer- ten die erste Zeitung des Landes und Zeitungen aus Österreich, Deutsch- land und der Schweiz wertvolles Material. Die besonders durch die Beiträge des Jahrbuches des Historischen Vereins recht umfangreiche Literatur über Liechtenstein wurde einbezogen. Auf die Lokalgeschichte wird durch genaue Namen- und Ortsangaben und durch aufschluss- reich erscheinende Einzelheiten besondere Rücksicht genommen. 12
        

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