— 96 — großer Pergament-Codex. Uns beschäftigt die Sache nicht weiter (Reg. 243). Marquard gab im Jahre 1385 das Gut Tegelsteiu, das er als eiu Lehen vom Fraueustifte zu Lindau inne gehabt hatte, au das Stist zurück. Im folgeuden Jahre klagten 23 Bauern aus Wasserburg beim Ammauu der Stadt Raveusburg gegen Dievold v. Achel- berg, weil er sie für eine Schuld des Marquard v. Sch. gepsäu- dct habe, ohne daß sie wüßten, weshalb dies geschehen. Sie seien ihm nichts schuldig. Um das Jahr 1390 verließ der vielgeplagte Marquard III., ohue Zweisel mit allem versöhnt, den Schauplatz dieser Welt. Ihm solgten ans dem irdischen Kriegspfade seine beiden Söhne Marquard IV. und Eglolf V. (Egliu). Sein dritter Sohn Bnrkart wnrde schon einmal genannt, im Jahre 1374. Er wnrde Dentschordens-Ritter und Kointnr nnd starb am 31. Mai 1401. Das Jahrzeitbuch des Deutsch-Ritter-Hauses zu Hitz- kirch sagt vou ihm, daß mit Gnnst uud- Willen des ehrwürdigen Herrn Bnrkarts v. Sch., Landkvmturs im Elsaß und in Burgund, das ewige Licht vor dem hl. Sakrament.eingeführt worden sei (Reg. 260). Marqnard IV. hatte eine Katharina v. Wolfurt zur Gemahlin, die Witwe des Thüriug v. Hallwyl. Wegeu dieser Frau geriet er iu eine arge Fehde mit Gottfried v. Hnnenberg nnd der Stadt Zürich. Thüring v. Hallwyl hatte von Oester- reich Güter als Psand inne. Diese Güter hatte er seiner hinter- lassenen Witwe Katharina geb. v. Wolsnrt als Leibgeding zu lebenslänglichem Nutzgennß vermacht. Es waren dies Güter im Amte zn Maschwanden, im Amte Horgcn nnd Güter nm den Zürichsee. Gottfried (Götz) 'v. Hünenberg war nun Gläubiger nnd hatte sein Guthaben auf jenen Gütern versichert und nahm die Güter 
für sich iu Anspruch. Natürlich kam es wieder zu einer Fehde. Die Stadt Zürich unterstützte den v. Hünenberg. Am 16. Dez. 1398 nrkundeten Bürgermeister nnd Rat von Zürich, daß sie iu Stößen und Mißhelluug gewesen mit Märk v. Schel- lenberg und seiner Hansfran Katharina v. Wvlfnrt, weil derselbe mit etlichen seiner Helfer und Freunde sie nnd ihre Bürger ge-
        

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