- 94 — trotz des Widerspruches derer v. Schellenberg, an die Grafen v. Montfvrt-Bregenz verkauften (1378). Aber noch im Oktober desselben Jahres gestand das Land- gericht dem oben erwähnten Peter Pregenzer von Lindau das Recht auf die Güter und Leute iu Hegi zu uud befahl der Stadt Lindau, ihn darin zn schirmen. Gemeint war der Mehrwert dieser Güter, da sie zn billig und mit geheimem Vorbehalt ver- kauft worden sein sollten. Am 26. September 1379 urkuudete Marquard, daß der Hof zu Hegi mit Zugehör Eigeutnm des Klosters St. Gallen sei, die Steuer aber und das Vvgtrecht über denselben Hof, über Lente und Güter, vou demselben Kloster ihm verpfändet seien. Nun habe der Abt ihm die Gunst erwiesen, die Steuer uud das Vogtrecht des Hofes zu Hegi uud die Burg zu Wasserburg uud den Weinberg wegen seiner Geldnot in die Hände der Brüder v. Ebersberg pfandweise zn bringen. Doch sei dabei bedingt worden, daß diese Verpfändung den Rechten des Klosters an der Kirche zu Wasserburg uuschädlich sei, sowie au dem Eigentum des Klosters. Weder er, uoch einer seiner Vorfahren hätten ein Recht darauf gehabt (Reg. 198). Da zwischeu Marquard und den Gebrüdern v. Ebersberg wegen der Einnahmen aus deu verpfändeten Besitzungen Zwist entstanden war, wurde zur Ausgleichung dieser Anstünde am St. Michaelistng 1379 ein Schiedsgericht zu Raveusburg gehalten. Schiedsrichter waren: Märk v. Schellenberg zu Kißlegg, genannt Kleinmärk, Wilhelm Mayenberg und Ulrich Humpis. Es wurde entschieden: Marquard ist denen v. Ebersberg noch 1990 Psund Heller schuldig. Dafür gibt er zum Pfande seinen Hof zu Hegi und die Wasserburg mit dem Weingarten und allem, was an Leuten, Gütern, Einkommen dazu gehört. Die v. Ebersberg sollen dieses Pfand so lange besitzen, bis Marqnard oder seine Erben die Summe vou 1000 Pfd. Heller bezahlt und so das Pfand wieder eingelöst haben werden. Die Einlösung kann jederzeit geschehen; nur muß vorher iu der Zeit zwischen Lichtmeß und Gregoritag (2. Febr. bis 12. März) die Anfkündnng stattfinden. Auf den darausfolgenden St. Johannistag zur Sonnenwende (24. Jnni) muß dann die Auslösung erfolgen. Die bis dahin gemachten Auslagen für den Weinberg find denen v. Ebersberg zu vergüten;
        

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