— 87 — ließ er ihn im Jahre 1417 auspfänden. Er scheint auch eine Fehde mit der Stadt Kempten geführt zu haben; denn es heißt von ihm, er 
habe sich im Jahre 1417 mit derselben ausgesöhnt. Eglolf 
mischte sich auch in die strittige Bischofswahl in Augs- burg ein zu gunsten des vom König Sigismund protegierten Gegen- bischofs Friedrich v. Grafeneck, trotzdem Anselm v. Ninningen im Jahre 1413 kanonisch gewählt und anerkannt worden war. Da die bayer. Herzoge sür den letzteren eintraten, gab es wieder eine langwierige Fehde, die Eglolf, sein Bruder Marquard und ihr Schwager Hans v. Pflaumdorf mitmachten, bis sie, wie oben er- zählt worden, mit den Herzogen Frieden schloffen. Von 1426 bis 1434 war Eglolf Pfleger (Verwalter) der ihm verpfändeten, dem Bistum Augsburg gehörigen Herrschaft Seifridsberg. Am,26. Mürz 1431 gestattete er sür das folgende Jahr für 800 Gulden dem Heinrich v. Ellerbach die Auslösung dieser Pfandschaft, die aber nicht erfolgte. Er starb im Jahre 1434 und hinterließ von seiner Gemahlin Anna Pflaumdorfer zwei Töchter, Ursula und Amalia, von denen die erstere im Kloster Schönbühl den Schleier nahm, die andere den Erkinger v. Mittelberg heiratete. Im Jahre 1435 gestattete der Bischof Petrus v. Augsburg dem Hans v. Stadion die Auslösung der Pfandschaft von Sei- fridsberg aus der Hand der Witwe des Eglolf v. Sch. Vom 4. März 1454 an ist die Tochter derselben, Amalia v. Mittelberg, geb. v. Schellenberg im Besitze derselben Vogtei wieder. Bischof Petrus verkaufte sie am genannten Tage abermals an die Amalia, die damals schon Witwe war, sür 2700 neue ungarische und 1200 rheinische Gulden. Derselbe Bischof hatte uämlich schon im Jahre 1444 dem Ludwig v. Stadiou zu dem früheren Pfandschilling weitere 600 rhein. fl. geschlagen. 
    

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