der Bischof v. Augsburg beitrat, verheerte» die Städte sein Ge- biet. Ihnen wurde vou den Rittern wieder vergolten, bis ein Friede zustaude kam. Am 21. März 1382 aber, mitten im Land- frieden, den der Herzog Leopold aufgerichtet hatte, nahm Eglolf mit Hilfe seines gleichgesinnten Freundes Otto v. Sonthcim und fünf Knechten drei Vertreter der Stadt Augsburg auf offeuer Reichsstraße unweit Ulm „wider Gott nnd eer" gefangen. „Des wurden die von Ulm gewar; da eilten sie nach uud machten die gefangnen wider ledig und viengen der fridprecher zwen und füertens mit in gen Ulm nnd ließen in (ihnen, nämlich den zweien Knechten) die Köpfe abschlahen desselben tags" (Reg. 354—355). Merkwürdig ist, daß keine Chronik, die diese Heldentat berichtet, den Namen Eglolfs (der gewöhnlich in der Verkleinerungsform „Egliu" gebraucht wurde) nennt. Es scheint dies aus Rücksicht auf die Familie zn geschehen. Aber als am 19. Jänner 1383 der Bischos v. Augsburg mit der Stadt Frieden schloß, wurden von der Wohltat des erlangten Friedens ausdrücklich ansgenommeu: die v. Schellenberg nnd v. Sontheim und alle, die mithalfen, als die Boten Augsburgs „nidergeleit wurden" (Reg. 356). So glimmte das Fencr immer unter der Asche und an gegen- seitigen Feindseligkeiten fehlte es nie. Schon im Jahre 1387 kam es zwischen den schwäbischen Städten und dem Adel, an dessen Spitze die Grafen v. Württemberg, zum offenen Kampfe, der mit der Vernichtung des Städtebundes endete. Nur die Städte im Bvdenseebezirke gaben ihren Bund nicht aus. Da wollte der Truch- seß Hans v. Waldburg die Stadt Wangen überrumpeln. Mit 500 Bewaffneten drang er durch ein Tor ein. Auch Eglolf v. Sch. war darunter. Aber dn sie an einer Schmiede vorüber kamen, sielen die Schmiede ergrimmt aus ihren Werkstätten über die Ein- dringlinge her und hämmerten sie zum Tore hinaus. Diese suchten Zuflucht in der nahen Burg Leupolz. Aber auch diese wurde von den Wangenern erstürmt; Eglols v. Sch. mit manchen anderen Edlen fiel in die Hände der Sieger nnd wurde gefangen, nach Lindnn abgeführt, erhielt aber bald die Freiheit wieder. Die Schmiede von Wangen hatten fortan bei den Prozessionen den Vortritt.') ') S. Baumami, Gesch. d. Allgcius, II. 30 u. ff.
        

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