— 81 — Im folgenden Jahre (1334) mußte er auf die ihm von den Herzogen Albrecht und Otto zu Oesterreich verliehenen Lehen ver- zichten, nämlich ans Haus, Baumgarteu nnd Fischcnz zu Wiuter- stetteu uud die Höfe zu Niedcressendorf (Reg. 83V). Ebenso mnßte er aus Befehl des Königs Ludwig anfangs 1335 den Vogtkernen zu Weiugarteu, der seineu Borfahren vom König Rudolf I. ver- fetzt worden war, gegen Ersatz von 100 Mark Silber an den Truchseß v. Waldburg abtrete»'(Reg. 331). Ein Bruder des Marquard, Heinrich mit Namen, war Deutschordens-Ritter zu Altshuseu bei Saulgau, eine Schwester, Anna, heiratete einen Freiherrn Ulrich v. Neidegg. Marqnard II. starb wahrscheinlich vor dem 5. März 1335. An diesem Tage nämlich war ein Marquard v. Sch. Bürge für den Tölzer v. Sch. Da in der Urkunde zwischen dem alten und jungen Marqnard nicht mehr unterschieden wird, ist ohne Zweifel damals nur mehr der jüngere Marquard am Leben gewesen. Ver- heiratet war er mit Margaretha v. Miudelberg. Er hinter- ließ mehrere Kinder: Marquard III., Eglolf II., Ulrich 11., Hein- rich, Agnes uud eiue audere Tochter, deren Name unbekannt ist. 1. Eglols II. wählte den geistlichen Stand. Er war bis zum Jahre 1325 Pfarrer zu St. Veit in Ravensburg gewesen und tauschte im genannten Jahre die Stelle mit dem bisherigen Pfarrer von Erolzheim und Kirchdorf, einem Herrn v. Sonthofen. Die v. Schellenberg zu Wasserburg wareu Patronatsherren der Kirchen zn Kirchberg mit der Filiale Sumntingen/) Ebenso hatten sie das Patronat über die Pfarre Anlendorf.') Bei der Ordination von Domherren zn Chur am 17. No- vember 1329 unter dem Bischof Johann I. führte unter vielen anderen ein Kanonikus Wernher v. Sigberg den Eglolf, Sohn des Herrn Marqnard v. Sch., ein (Reg. 143). Daß er auch Ka- nonikus geworden wäre, ist nns nicht bekannt. 2. Heinrich war Pfarrer in Ober-Warthausen. Am 20. September 1375 tras er eiu Uebereinkommen mit dem Kloster Salem, dem die Pfarrei gehörte. Die Anstünde betrafen Pfrund- haus und Meßstiftung. Unter den Sieglern ist auch sein Schwester- mann Ludwig v. Hornsteiu (Reg. 190). )̂ Frciviirg. Diözesanarchiv. B. V,, S. 64. )̂ Daselbst S. S0,
        

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