unter den vier unterzeichneten Getreuen des Herzogs auch Eglolf v. Schelleuberg. Auch im folgenden Jahre finden wir ihn mit den übrigen Rittern des Allgäns in den Diensten desselben. Friedrich ernannte ihn zum Burggraseu v. Starkenberg in Stciermark und Vogt vou Weichersdors(Reg. 121, 122, 126). Als solcher be- kannte er zn Graz noch im Jahre 1318 vom Herzog Friedrich den ausstündigen Sold von 66 Mark Silber empfangen zn haben und war zu Jndenburg demselben Herzog (König) und dessen Brüder Herzog Albrecht mit anderen Edlen Bürge um 3000 Mark Silber, die sie dem Erzbischof v. Salzburg schuldeten (Reg. 131 nnd 134). Er war im Juli des folgenden Jahres (1319) Zeuge, als Ulrich v. Sax dem „König" Friedrich deu Empfang von 100 Mark Silber bestätigte nnd ihm mit 20 Helmen zu dienen ver- sprach (Reg. 135). Eglols war im Jahre 1318 Landvogt in Oberschwaben mit seinem Bruder Marquard, der diese Stelle schon seit dem Tode ihres Vaters Ulrich, also seit 1314 versah. Sehr wahrscheinlich war auch Eglolf seit jenem Jahre Landvogt, wenn er anch des Krieges wegen verhindert war, in seinem Vogteibezirke anwesend zn sein- Nach dem 4. Jnli 1319 wird er nicht mehr genannt. Marqnard II. wird unterm 20. Jnli 1314 Landvogt ge- nannt. Als „König" Friedrich der Schöne am 18. April 1315 im Kloster Salem weilte und demselben verschiedene Privilegien gab, hatte sich mit vielen Hohen des Reiches auch unser Mar- quard dabei cingefunden (Reg. 124). Mit dem Grafen Hugo v. Werdenberg siegelte er in demselben Jahre eine Vergleichsurkunde des Eglolf v. Wolkenberg mit dem Kloster Weissenau (Reg. 125). Am 6. Juli 1315 vermittelte er mit dem Abt Heinrich v. Jsuy einen Streit zwischen dem Truchseß Johanu v. Waldburg und dem Kloster Weingarten. Er, war es auch, der im Jahre 1317 das Besitztum, das die Herren v. Schelleuberg iu Chnrrätien besaßen, an die Grafen v. Werdenberg-Heiligenberg verkaufte. Leider liegen hierüber be- stimmtere Nachrichten nicht mehr vor. Wir wissen nichts über den Kaufpreis und die näheren Bestimmungen des Verkaufes und kennen die Zeugen nicht. Ein altes Urbar zn Vaduz, dem jenes Regest 
entnommen ist, sagt nns nnr, daß die Uebertragnng dieses Besitzes an die genannten Grafen im Jahre 1317 durch einen
        

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