Die Wasserburg nahmen die Söhne des Ulrich in Besitz, nachdem sie von ihren Vettern, den Söhnen des Marquard, deren Anteil ausgelöst hatten. Als Söhne Ulrichs I. werden genannt Eglols I. und Mar- quard II. Von ihnen sagt ein alter St. Galler Codex, daß sie in jungen Jahren in sremde Lande gekommen seien. Beide Brüder treteu am 29. April 1301 zn Ravensburg zum erstenmal ans, und zwar mit ihrem Vater Ulrich, ihrem Oheim Marquard I. und dessen Sohne Tölzer. Sie waren Zeuge, als der Oheim Marquard deu Ritter Ulrich v. Wombrechts zum Ver- zicht auf gewisse Ansprüche zu gunsten des Klosters Weingarten bestimmte (Reg. 820). Beide Brüder waren am 3. Aug. 1305 ebenfalls mit ihrem Vetter Tölzer in Ravensburg Zeuge, wie der Ritter Heinrich v. Tranchbnrg, Eglolfs Schwager, au das Kloster Salem Güter ver- lauste (Reg. 103). Als am 16. April 1307 zn Ravensburg Friedrich und Swigger die Tumben v. Neuburg, nachdem sie das Kloster Sa- lem geschädigt hatten, sich mit demselben verglichen, waren die Landvögte Ulrich nnd Marquard und alle ihre Söhne, „der so- genannte" Tölzer uud dessen Bruder Johann (Söhne des Mar- quard), sowie auch Eglols und Marquard der jüngere (Söhne des Ulrich) dabei anwesend (Reg. 107). Am 16. September des gleichen Jahres kam Jvhauu v. Sch., der zweite Sohn des Marquard I. auf dem Schlosse Bodman am Bodensee mit seiner Gemahlin Anna v. Bodman durch Feuer nms Leben. Als, wie schon srüher erwähnt worden, dessen Vater Mar- quard und der Oheim Ulrich für das Seelenheil des so jäh vom Tode Ereilten dem Kloster Salem das Gnt Deuchelriet scheuten wollten (welches Gut Morgengabe der Gemahlin Eglvlss, geb. v. Trauchburg war), unterschrieben das Gesuch an das Kloster St. Gallen um Bewilligung auch die Brüder Eglols nnd Marqnard. Zu Bürgen nahmen die Herren v. Schellenberg die Ritter Rudolf v- Rorschach und Ebcrhart v. Nosenau, ihre lieben und getreuen Freunde. Ersterer war der Schwager des Heinrich I. v. Sch.- Lautrach, letzterer vermutlich eiu Tochtermaun Ulrichs. Das Ge- such stieß in St. Gallen auf Schwierigkeiten; denn erst am 1. Mai 1318 erteilte der Abt v. St. Gallen die Bewilligung zu der er-
        

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