— 71 — Diesseuhofeu und Ulrich v. Haimenhosen. Heinrich Vogt v. Summer- au zu Leupolz, welcher eine Margaretha v. Schellenberg-Kißlegg zur Gemahlin hatte, hatte, wie eben gesagt wurde, vom Vater dieser Kinder Prasberg im Jahre 1410 gekauft. Nun haftete auf Prasberg eiu Guthaben der Anna v. Landenberg, geb. v. Königsegg. Er verlangte nun Ledigmachung dieser Güter und Entschädigung für erlittenen Schaden. ^ Das Schiedsgericht, das am Palmabeud 1413 zusammentrat, bestand aus den Rittern Konrad v. Haimen- hosen)̂ als Obmann, Hans Trnchscß v. Waldburg und Konrad v. Stcnn zu Runsperg sür deu v. Leupolz, Lieuhart v. Juugiugen uud Eberhart v. Weiler )̂ für die schellenbergischen Kinder- Die Vormünder beriefen sich dem Antrag des v. Leupolz gegenüber auf die Verjährung, da der Käufer rechtzeitig Hütte wegen der Pfaudablösung einschreiteu sollen, schon bei Lebzeiten Heinrichs. Der Käuser behauptete, letzteres getau zu haben. Der Schieds- spruch lautete: Wenn der Käufer von Prasberg, Heinrich Vogt v. Snmmerau zu Leupolz, schwören kann oder beweisen, daß die Anna v. Landenberg geb. v. Königsegg innert Jahresfrist nach dem Kaufe (eiu Kauf hatte uümlich erst nach Ablauf eines Jahres Rechtskraft) an ihn oder an den Verkäufer Heinrich v- Schellen- berg die Forderung deshalb gestellt habe, uud daß er den letzteren deshalb iuuert der genannten Frist gemahnt habe — dann haben die Vögte der Kinder v. Schellenberg die Anna v. Landenberg nnd ihre Kinder zu befriedigen. Darauf leistete der Küuser deu verlangten Eid und die schellenbergischen Kinder verloren den Prozeß. Die Vormünder 
sahen sich der Schulden wegeu auch ge- zwungen, in diesem Jahre (1413) die Herrschaft Siggen an Berthvld v. Heimenhofen zu verpfänden, und fogar Lautrach au die reichen Besserer in Ulm zu verkaufen (Reg. 290). Die Herrschaft Siggen kam dann schon nach 3 Jahren durch Kauf vou Berthold v. Heimenhofen an den Tölzer v. Schellenberg zu Kißlegg (Reg. 295). Mit Heinrich V. starb diese Linie im Mannesstamm aus. Die Generationen folgten sich in Konrads v. H. Mutter war Anna v. Schellenberg-Kißlegg. )̂ Dieser Eberhart war ein Enkel des Burkart v. Weiler und der A. v. Schellenberg von 1319 u. 1331. Jungingen lag in Hohenzollern-Hechiugen. Die v. Jungingen waren auch in Württemberg begütert.
        

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