— 59 — der Sohn des Swigger, und jener Heinrich waren also die nächsten Verwandten, Vetter. Georg gehörte aber, wie wir nachher sehen werden, der älteren, der Albert-Liuie an, also auch Heiurich. Er ist offenbar kein anderer als Heinrich III., der Sohn Heinrichs II., Bruder des Pfarrers Johannes. Schon sein Vater oder vielleicht schon sein Großvater Hein- rich I. hatte die Herrschaft Ummendorf vom Kloster Weissenau zu Lehen bekommen und sich mit seiner Familie dort niedergelassen. Wir wissen aus einer Urkunde (Reg. 844) von 1360, daß die v. Schellenberg die Herrschaft Ummendorf schon vorher als Lehen innegehabt haben, und im Jahre 1376 (Reg. 855) bezeugte der bischöfl. Osfizial von Konstanz, daß das Patronatsrecht von Um- mendorf schon über 100 Jahre deu Herreu v. Schellenberg uud seinen Vordern gehört habe. Wenn wir auch hier die Zahl 100 nicht iu ihrem vollen Werte nehmen wollen, geht doch aus dieser Aeußerung mit Sicherheit hervor, daß die Herreu v. Sch. schou seit sehr lauger Zeit im Besitze der Herrschaft Ummendorf, zu der das dortige Patronatsrecht gehörte, waren. Ummendorf liegt bei Biberach, unweit Ochsenhausen. Die bedeutende und sehr einträgliche Knstvogtei von Ochsenhausen hatte schon vor dem Jahre 1329 Swigger v. Sch. inne. Swigger v. Sch. gehörte aber der älteren Albert-Linie an. Also lagen die Besitzungen Swiggers und Heinrichs bei einander. Daraus können wir mit Recht schließen, daß schon Heinrich I. in seinen letzten Lebensjahren, oder Heinrich II. in seinen jüngeren Jahren jene Besitzungen sich erwarb, die dann unter seine Söhne Swigger und Heinrich geteilt wurden. Ueber den Zusammenhang der früheren Besitzer der Vogtei von Ochsenhausen, nämlich der Herren v. Erolz- heim, mit deuen v. Schellenberg wird später die Rede sein. Dr. Baumann )̂ (in seiner Geschichte des Allgäus) sagt, eine Elisabeth v. Schelleuberg-Lautrach sei die Gemahliu des Hans v. Hohentann, genannt Mönch, Herrn zu Rettenbach an der Günz gewesen. Von dieser habe Hans eine Tochter uameus Margaretha gehabt, die wieder einen Schellenberger geheiratet habe, nämlich den Heinrich v. Sch. zn Kißlegg. Er habe diese Margaretha im Jahre 1361 geehelicht und dann zeitweilig auf y Gesch. d. Allgiius, H. 525,
        

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