m alten Hohenrätien, da, wo jetzt die nördliche Spitze des Fürstentums Liechtenstein wie ein Keil zwischen Vorarlberg und den Kauton St. 
Gallen sich vorschiebt und die Jll in den Rhein sich ergießt, stand aus der Hügelkette, die quer wie ein Riegel zwischen diese Flüsse gelagert ist, einst die Burg Schellenberg. Im 12. Jahrhundert erbaut fiel sie im Appenzeller Kriege im Jahre 1405 der Wut das aufgereizten Volkes zum Opfer. Seit 500 Jahren schon trauern die Ruinen um die Ritter und um die mit ihnen entschwundenen Zeiten. Die Höhen des Eschnerberges — so heißt der Hügelzug — bieten eine zaubervolle Aussicht in die Bergriesen und Alpentäler, die sie umgeben, und gegen Norden auf das breite und fruchtbare Rheiutal bis hinab zum Bodensee. Ein Kranz von Burgen winkte ringsum, auf denen Zur Ritterzeit ein reges Leben geherrscht haben mag. Die Herren, die der Burg ihren Namen gaben, waren kein einheimisches Geschlecht und sie haben cinch nur durch ihre Tateu außerhalb ihrer 
Stammesherrschaft sich einen Namen gemacht. Die Herrschaft Schellenberg am Eschnerberg hatte eine ge- ringe Ausdehnung, da sie nur den nördlichen und westlichen Teil desselben, mit den jetzigen Gemeinden Schellenberg, Ruggell und Gamprin mit einigem Gebiete jenseits des Rheines umfaßte. Schon zu Anfang des 14. Jahrhunderts kam sie an die Grafen von Werdenberg-Heiligenberg zu Bludenz. Durch den letzten dieser Grafen wnrde sie im Jahre 1412 an dessen Tochtermann, den Grafen Wilhelm von Montfort-Tettnang verkauft. Nach dem Tode des Grafen (Albrecht III.) im.Jahre 1419 entstand über den Besitz dieser Herrschaft ein mehrjähriger Familienhader, da zwei Grafentöchter — Agnes, die Gemahlin des Grafen Eberhard von Kirchberg, und Katharina, des Grafen von Sax zu Mosax Witwe — ihre Rechte auf Schellenberg geltend machten und au deu Freiherrn Wolfhard v. Brandts, Herrn zu Vaduz und Gemahl ihrer Schwester Verena, verkauften. Erst der Spruch des Kaisers Sigismund endete im Jahre 1434 den Streit zugunsten des Frei- herrn, der nun im Besitze des ganzen Eschnerberges war, -nachdem er die südliche Hälfte schon im Jahre 1416 von seinem Stief- bruder, Bischof Hartmanu II. von Chur, dem letzten Grafen von
        

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