— 51 noch zweien Herren v. Schellenberg, nämlich dem Tölzer (Tel- lenzer) und einem, dessen Name auf der Urkunde verwischt ist, dem Ritter Ulrich v. Aspermont ihre Leute und Güter zu Malans uuter Vorbehalt des Rückkaufrechtes (Reg. 120). Ich vermute, daß der ausgelöschte Name Heinrich gelantet hat uud daß diese Güter aus einer Erbschaft stammten, an der alle drei Linien v. Schellenberg Anteil hatten. Auffallend ist, daß dieser Verkauf ans dem Schlosse zu Sargaus stattfand. Die damalige Schloß- frau, die Gräfin v. Sargans, war eben eine v. Aspermont. Es war also am Tage St. Veit (15. Juni) 1313 zu Sargans wohl Familienrat. Zum letztenmal begegnen wir dem Ulrich im Kloster Weissenau am 29. Jänner 1314, wo er einen Streit zwischen dem genannten Kloster und dem Ritter Ulrich v. Pflegelberg beilegte. Zeuge dabei war mit vielen anderen auch Tölzer v. Sch. und Johannes Göld- lin, Notar der Herren v. Schelleuberg (Reg. 822). Hier uennt sich Ulrich zum letztenmal Landvogt in Oberschwaben. In diesem Jahre starb er auch nnd zwar am 27. November. Seine Gemahlin, nach Gabelkoser eine Anna v. Sigberg, scheint ihm viele Jahre im Tode vorangegangen zu sein. Am 20. Juli 1314 siegelte Marquard.sunior als Laudvogt. Mit deu beiden Brüdern, von denen Ulrich der ältere ge- wesen zu sein scheint, weil er in den Urkunden meistens vor dem Brnder Marquard genannt ist, schieden zwei Männer, die, fast immer mit einander genannt, stets in brüderlicher Eintracht, auf dem Wege gleicher Stellung und Schicksale durch ein langes Leben treu zusammenwirkend, geistig hoch begabt und im Besitze beson- derer Gunst mächtiger nnd ruhmreicher Könige, deren treue Diener uud Vertraute zu seiu ihueu vergönnt war, den Namen und den Reichtum ihres Geschlechtes begründet haben. Wenige ihrer Nach- kommen sind ihnen gleich geworden. Ganz besonders Marqnard konnte sich rühmen, in hohem Maße das Vertrauen zweier Könige genossen und dasselbe auch verdieut zu haben. Die Treue, mit der diese Mänuer dem Hause Habsburg von dessen Gründung an ergeben waren, ist auch ihren Nachkommen durch alle Zeiteu vor- bildlich geblieben. Gelegenheit, sich Vermögen zu erwerbeu, hatten sie besonders in ihrer Stellung als königl. Landvögte (regis vioes Zsisritss,
        

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