— 38 — berg (Reg. 52). Die Montforter unterlagen. Um seinen Brüdern Luft zu machen, streifte Bischof Friedrich mit seiner Mannschaft noch vor Ende des Jahres 1288 über Feldkirch durch deu Wat- gan, und brandschatzte die Besitzungen der Grafen v. Werdenberg. Nach der Chronik v. Stumpf soll er Werdenberg und Feldkirch verbraunt haben. Das letztere ist jedenfalls unrichtig, da ja Feld- kirch seinem Bruder und Waffengenossen gehörte. Bei seiner Rückkehr fand er ans der Au zu Balzers, wo jetzt die Mariahilf- Kapelle steht,, durch die v. Werdenberg uud v. Schelleuberg deu Weg verlegt. Im Kampfe wurden er und der Freiherr v. Grießenberg, sein Schwager, gefangen und manche, darunter Eber- hart v. Aspermont, erschlagen. Auch der Sohn des Kaisers, Her- zog Rudolf, soll beim Kampfe gewesen sein. Der Bischof wurde auf der Burg zu Werdenberg im Turme eingesperrt uud ebenso der von Grießenberg. Als der Bischof später an zusammen- gebundenen Tüchern dem Gefängnis entkommen wollte, stürzte er so hart, daß er noch in derselben Nacht starb (3. Juni 1290). Die Feste Klanx im Appenzellerland verteidigte für den Abt Wilhelm ein Ritter Heinrich v. Siegberg/) Den Waffen der Feinde widerstand dieser mannhaft, nicht aber ihrem Silber. Als er den König selbst vor die Burg ziehen sah, erschrack er und übergab auf Zureden seines Vetters Marquard v. Schelleu- berg die Burg ohne Wissen seiner Krieger für 20 Mark Silber^). Als er vor dem Schlosse stand und die Uebergabe beschwören sollte, schwur er mit den Fingern zur Erde gekehrt, damit ihn die Seineu nicht beobachten könnten, sonst hätten sie ihn nicht mehr eingelassen (Reg. 55). Der Abt Wilhelm hielt sich indessen aus der Burg Alt-Toggeuburg aus uud als er auch da nicht mehr sicher war, flüchtete er auf die Feste Aspermont,̂) die sein Bruder Heinrich ihm öffnete, welcher Domherr zu Chnr war. Da blieb der Unglückliche bis nach dem Tode des Königs Rudolf (i 26. Juni 1291). Unterdessen hatte der Gegenabt Konrad v. St. Gallen Zeit, ein Verzeichnis der Schädigungen aufzustellen, welche sein Kloster in dieser Zeit erlitten hatte. Was die Herren )̂ Die Burg Siegberg stand bei Feldkirch in der Nähe der Jllbrücke gegen Frastanz auf der Göfiser Seite. 2) So Lichnowsky; andere geben 70 Mark an. (Kaiser S. 120.) 2) Bei Jenins- Aspermont gehörte dem Bischof von Chur.
        

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