— 32 — Herren v. Schellenberg auch die Burg vou Aachberg (jetzt eine hohenzollersche Enklave unweit Lindau) inne und bauten sie, nach- dem sie im Jahre 1281 durch Krieg zerstört worden, wieder auf. Während auf der Herrschaft Kißlegg die Nachkommen des Marquard saßen, finden wir im Besitze von Wasserburg die Nach- kommen des Ulrich. Auch diese, die Wasserburger Linie, werden wir nachher im Zusammenhang besprechen. Vorerst wollen wir der Gründer dieser beiden Linien, der Brüder Ulrich und Marquard weitere Schicksale verfolgen und uns dann der auf der Stammburg iu der Grafschaft Vaduz zu- rückgebliebenen Linie zuwenden. Als am 4. Dezember 1281 der Abt von St. Gallen, Rumo v. Ramstein, auf die Abtei verzichtete, und ihm ein Leibgeding (jährliche Pension) von 100 Mark Silber ausgesetzt wurde,, war unter den Bürgen für diese Zahlung auch Marquard v- Schellenberg (Reg. 33 und 34). Als am 8. April 1282 der Graf Hugo II. v. Werdeuberg an seines Vaters Grab zu Salem ein ewiges Licht stiftete, waren Marquard und Ulrich v. Schellenberg Zeuge dabei (Reg. 35), ebenso am folgenden Tage zn Schattbuch bei einer Rechtsabtretung zugunsten desselben Klosters (Reg. 36). Am 29. Dezember 1282 hielt König Rudolf Hoftag zu Augsburg. Bei dieser Gelegenheit ordneten der König nnd der Herzog Lndwig v. Bayern für Schwaben und Bayern einen all- gemeinen Landfrieden an. Es wurde ein Hauptverbot gegen die Verheimlichung von Ränbern nnd sonstigen Frevlern, welche von einem Lande in das andere kameu, gerichtet. Da wurde Schwaben in zwei Teile geteilt, in Ober- und Nieder-Schwaben, und in jedem Teile wurden Richter oder Pfleger aufgestellt, die an des Königs statt Recht zu spreche,?, gegen die Friedensstörer nötigenfalls mit bewaffneter Macht einzuschreiten hatten. Reichte ihre Macht uicht aus, so hatten sie das Recht, die Hilfe eines jeden anderen Herren im schwäbischen Gebiete aufzurufen. Die Friedensrichter hatteu Vollgewalt, alles zu tun nnd anzuordnen, was sie für den Frieden und die Ruhe im Laude für notwendig erkannten uud leisteten daraus öffentlich den Eid. Dienstmannen, Ritter nnd Städte mußten auf des Köuigs Befehl gleichfalls eid- lich geloben, daß fie den Friedensrichtern wirksamste Beihilfe leisten
        

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