Ich möchte hier auch auf eine andere Möglichkeit hinweisen. Wie früher gesagt 
worden ist, 
nannte sich ein Zweig derer v. Schellenberg im Jsartal anch v. Hohenburg, von der Burg dieses Nameus. Wie wir gesehen, behielt die Familie auch nach ihrer Auswanderung die Namen ihrer verschiedenen ersten Besitz- ungen bei. Sollte sie nicht auch den Namen Hohenbnrg anfänglich beibehalten haben? Wir finden nun tatsächlich im Jllertnl ein stausisches Dienstmannengeschlecht, 
das sich v. Hohenburg nannte. Und diese v. Hohenburg besaßen reiche Güter in der Grafschaft Egloss, gerade da, wo nach ihnen die Herren v. Schellenberg begütert waren. Der letzte des Namens Hohenburg starb um das Jahr 1260. Bald darauf finden wir die Herren v. Schellen- berg im Besitze der Grafschaft Eglofs. Um das Jahr 1190 ver- kauften Burkart, Heinrich und Konrad v. Hohenburg an das Kloster St. Ulrich zu Augsburg ihr Eigen zu Greggenhofen, Weier, Jmberg nnd Maiselstein. Sämtliche genannte Orte lagen bei Jmmenstadt in der Grafschaft Eglofs. Burkart v. Hohenburg heiratete Elsbeth, Tochter des Volkmar v. Kemnat, ebenfalls im Jllertal ansässig, und starb um das Jahr 1260. Er hatte eineu Sohn namens Marquard. Eiu Sohu dieses Marquard, Volkmar v. Kemnat, war mit Ulrich uud Marquard v. Schellenberg königl. Landvogt in Schwaben. Sollte da nicht zwischen Hohenburg und Schellenberg und ihren Besitzungen ein Znsammenhang sein? In welchem Verwandtschaftsverhältttis dieser Pfarrer von Erolzheim zu den oft genannten Brüdern v. Schellenberg stand, läßt sich beim Mangel näherer Angaben nicht feststellen. Der Name Egeno ist identisch mit Eglols. So hieß ein Sohn des Ulrich; vielleicht hatte dieser seinen Namen von jenem Geistlichen und war dieser sein Oheim, wie schon vermutet worden ist )̂. Die Grafschaft Eglofs umfaßte das oberste Jllertal uud die Gegend von Oberstaufen, also das Land zwischen Jmmenstadt und der Grenze von Vorarlberg. Kelmünz liegt an der unteru Jller, am rechten User, während Erolzheim ans der linken Seite des Flusses liegt. Wie wir aus deu Verkäufe« von 1291, 1335 und 1370 er- sehen, erwarben die Herren von Schellenberg in der knrzen Zeit, Jahrbuch des historischen 
Vereins für Schwaben n. Neuburg, B, I, S> 43, und Freiburger Diözes. Archiv 
I. 141.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.