— 28 — In den zwei letztgenannten jungen Männern treten nnn zwei Brüder auf, die, wie wenige nach ihnen, ihrem Geschlechte Ruhm bereitet haben. Wir sehen sie zuerst bald eiuer allein, bald beide zusammen als Zeugen uud Schiedsrichter an verschiedenen Orten auftreten. Ulrich — nodilis clominns genannt — siegelte im Jahre 1268 zn Waldsee für das Kloster Baindt. Ohne Zweifel waren die Herreil v. Schellenberg dabei, als Graf Rudolf v. Habsburg mit dem Grafen Hugo v. Werdeuberg Feldkirch belagerte und in der Umgebung übel hauste. Im Jahre 1271 war Ulrich Zeuge sür das Kloster Weingarten, im Jahre 1273 zu Chur mit Ulrich v. Triesen Vertreter zweier Edlen von Cassatia (Bergell) in einem Prozesse gegen den Propst von Churwalden wegen Besitz von Leib- eigenen in Sattains (Reg. 21). Ulrich nnd Marquard waren am 25. Mai 1278 zn Konstanz Zeugeu, als Graf Hugo v. Werdeuberg, der königliche Landgraf, dem Kloster Oetenbach bei Zürich das Patronat der St. Peterskirche bei Bludesch vergabte'). Im Herbste 1279 vermittelten sie Frieden zwischen dem Kloster Baindt und' einigen Edlen, wobei Graf Hugo die Urkunde siegelte (Reg. 813). Im folgenden Jahre waren sie Zeugen zu Buchhorn, als derselbe Graf einen Streit des Klosters Salem mit einem Dienst- mann entschied (Reg. 26). Mit dem genannten Grafen Hugo v. Werdenberg waren die Herren v. Schelleuberg treue Anhänger des Königs Rudolfs vou Habsburg, und au seinen kriegerischen Unternehmungen sicher auch hervorragend beteiliget, wie schou vor seiner Erhebung ans den Thron, so noch mehr nach derselben. Daher denn anch die wirk- lich fürstliche Freigebigkeit, mit der König Rudolf dieses Geschlecht mit Gütern bedachte. Aber wie der erste Habsburger die Macht der Schellenberger begründete, so blieben die letzteren dem Hause der Habsburger auch durch alle Wandlungen der Zeiten mit un- wandelbarer Treue ergeben. Kaum hatte Rudolf deu Thrvu bestiegen, als er den Herren v. Schellenberg — den Brüdern Ulrich und Marqnard die i) 
Jahrbuch der Antiqu. Ges. von Zürich 1900. „M, st ^l-u-gu.
        

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