— 27 — Die Ministerialen v. Montfort scheinen in verwandtschaftlichen Verhältnissen zu denen v. Schellenberg gestanden zu habeu. Darum auch ein Marquard v. Montfort mit einem 
Tumb sich für den vorhergehenden Marquard von Schellenberg verbürgte ^). Von Schellenberg selbst waren drei Herren als Zeugen hier anwesend: Albert, Heinrich und Marquard, genannt Tölzer, von welchem letztgenannten in dieser Abhandlung schon die Rede war. In welchem Verhältnisse Ritter Bnrkart v. Haslach') zu Marquard stand, ist nicht bekannt. Ich vermute aber, daß er hier als An- walt von St. Luzi beteiliget war. Haslach lag in nächster Nähe vom Prämonstratenserkloster Weissenau bei Ravensburg und die Ritter v. Haslach standen in freuudschaftlicheu Beziehungen zu dem genannten Kloster. St. Luzi gehörte dem gleicheu Orden und derselben Ordensprovinz an. Rudolf Wildböhme (^iltdeliaim) ist wohl der früher erwähnte Rudolf Behaim von Altstätten, ein Ritter v. Neuburg. Volkart v. Neuburg endlich ist noch einer von der oberen Neuburg, wahrscheinlich eiu Neffe des gleichuamigeu Bischofs von Chur, vielleicht der letzte seiner Linie. In der Mitte des 13. Jahrhunderts lernen wir noch zwei Glieder der Familie Schellenberg kennen, nämlich einen Swigger, als Zeugen bei einer Vermittlung zwischen dem Bischof von Chur und dem Vogt Egno v. Mätsch im Vintschgau (Reg^ 14), und eine Ursula, die Stiftsdame in Lindau war^). In den Jahren 1275 und 1276 erscheint als Zeuge für das Kloster Salem (bei Ueberlingen) ein Konrad v. Schellenberg. Im Jahre 1265 waren bei einer Vergabung an das Johanniterhaus zu Feldkirch durch die Grafen Hugo uud Hart- mann v. Werdeuberg als Zeugen anwesend Marquard der ältere, Marquard der jüngere und Ulrich v. Schelleu- berg (Reg. 533). >) Walter Marschall v, Montfort war im Jahre 1234 mit Eberhard dem Böhm v. Neuburg Zeuge für Graf Hugo v. Montfort, Bregenz. 2) Haslach im O. A. Tettnang; ein Wolshart -1s R-^I-iti war anno 1240 Zeuge, als die Brüder Friedrich und Heinrich die Tumben v. Neuburg das Dorf Baindt samt Zubehör (Lehen der Grafen v. Heiligenberg) verkauften. Dabei erschien anch ein Friedrich v. Hohenburg (bei Lautrach, Bayern). Württ. Urk, Bd. 3, S. 457. 2) Primbs, Die Aebtlssinnen von Lindau, 4. Jahrbuch des historischen Vereins für Schwaben und Neuburg.
        

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