— 160 — die 60 Mann, welche wir als Ersatz für Kavallerie und Artillerie zu stellen gehabt hätten, uns erlassen seien, sofern wir das bestehende Kontingent mit Stutzen bewaffnen. Das sei das Weiteste, das er erreiche» konnte, v. Hvlzhausen sei über dieses Resultat wie über eineu Sieg erfreut gewesen und habe erklärt, daß er sür die übrigen Staaten, die er vertrete, ein solches Resultat nicht habe erreichen können. Er (Schüdler) habe serner bei dem Reichsministerium darauf gedruugeu, daß, solange wir in der kommerziellen Ausnahme- stellung und der dadurch bedingteu Leistungsunsähigkeit nns befinden, in keiner Weise höher besteuert werden können als bisher, v. Schmerling, Bevollmächtigter von Oesterreich habe ihm aus seine Frage, wie es anzugehen sei, daß uns die Greuzeu von Oesterreich geöffnet werden, erwidert, wenn der Fürst beim Ministerium iu Wien sich verwende, so glaube er, es werde unter den jetzigen Verhältnissen keinen Anstand geben, das Gewünschte zu erreichen, v. Holzhauseu habe ihm nnn versprochen, dies sofort dem Fürsten zu melden. s312 1849 Februar 20. Rudolf Schädler, Pfarrer iu Bendern schreibt an seinen Bruder Dr. Karl Schädler iu Frankfurt. Er be- zweifelt, ob die Intervention v. Holzhausens bei dem Fürsten Ersolg haben werde. Die Absperrung passe den Regierenden, damit man im Lande unbehindert schalten und walten könne, Er habe daher mehr Hoffnnng ans Deutschland, nachdem nun das Reichsministerium von unserer isolierten Stellung nnd den daraus erwachsenen Uebelständen Kenntnis habe. s313 1849 Februar 28. Landesverweser Menzinger in Vaduz schreibt an Dr. Karl Schädler iu Frankfurt. Bezüglich der ge- wünschten Auskunft über unsere Landesprodukte, deren Kon- sum nnd Ausfuhr könne er auch uicht annähernd zn Resul- taten gelangen, da das längere Zeit ersordern würde. Von Gallmist habe er die bemerkten Einfuhrs summen erhalten, dieselben seien aber unsicher, da, wie es scheine, zwischen Schweizer und Liechtensteiner kein Unterschied gemacht werde. — Bezüglich der Oeffnung der österreichischen Grenze habe er sich in eindringlichster Weise an den Fürsten, der es immer noch gut mit dem Lande meine, gewendet. — Es werde jedenfalls notwendig sein, daß er (Schädler) bis zur Bereinigung des Zoll- und Militürwesens noch in Frankfurt bleibe. — Kürzlich habe er die Mannschaft des Kontingents einberufen, um den Abgang zu ermitteln. Sie habe sich bei ihrem Erscheinen zum Teil ungezogen benommen, ins- besonders die Balzuer. Originale. sZ14
        

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