Opfer gegenüber den zurückstehenden bringen wollen. Das erst vor wenig Jahren kaufweise festgesetzte Laudemium soll demnächst einer Revision unterzogen werdeu. Kopie. ' s279 1848 Mai 21. u. 22. Die Ausschüsse des Landes richten eine Adresse an den Landesfürsten, in welcher für die fürstlichen Erlasse vom 2. und 3. Mai gedankt wird. Die unentgeltliche Erlassung der in den früheren Bittschriften bezeichneten Feudallasten befreie das Land in großmütiger Weise vou schweren Leistungen. Den zugesagten weiteren Bestimmungen betreffend das Laudemium der angekauften Lehengüter sehen die Ausschüsse vertrauensvoll entgegen, ebenso der gesetzlichen Regelung der Jagd und Fischerei im Sinne eines Landesregals. Die Erklärung der behebten Steuer uud des Ohmgeldes als Landesgefälle gewähre den Steuerträgern die so notwendige Erleichterung. Jedoch halten sich die Ausschüsse verpflichtet, freimütig zu erklären, daß die Erträgnisse dieser Gesälle bei der herrschenden all- gemeinen, großen Mittellosigkeit im Lande zu den dringenden Auslagen des öffentlichen Haushaltes verwendet werden müssen. Es sei ferner der allgemeine Wunsch des Landes, der Landesfürst wolle aus eigenen Mitteln es möglich machen, zeitweilig im Lande zu residieren, um durch uu- mittelbaren Verkehr mit dem Volke eine lebendige Anschau- ung dessen, was dem Lande nottut, erwerbeu zu können. Die vom Landesfürsten am 2. Mai erlassenen Bestimmungen über die ueue Organisation der Landesverwaltung, über die Tax- und Sportelordnung und die Michheitliche Belastung des Grundeigentums werden mit großer Befriedigung vou den Ausschüssen entgegengenommen. In der fürstlichen Verordnung, daß durch eineu Aus- schußrat in Verbindung mit dem Landesverweser die Wünsche des Landes über die künftige Verfassung vorgebracht werdeu, begrüßen die Ausschüsse den Anfang der erwünschten Neu- gestaltung. Kopie und Origiualentwurs von Dr. Karl Schüdler, ferner ein hierauf bezügliches Originalprotokoll einer Sitzung der Laudcsausschüsse vom 21. Mai 1848. s28v u. S81 1848 Mai 26. Die Regierung teilt dem Präsidium der engeren Ausschüsse ein für'stl Reskript vom 19. Mai mit. Fürst Alois erklärt, daß er sich gerne von den guten Gesinnungen der Ausschüsse und der großen Mehrzahl der Einwohner überzeugt hatte, wie er auch hoffe, daß die Beschlüsse der Frankfurter Versammlung und die Beantwortung derjenigen Vorfragen, welche die Ausschüsse bestens lösen können, ihn
        

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