17 ^ Hühnern und Gänsen aus dem ganzen Gebiete zwischen Jll und Rhein unterhalb Tosters und des Benderer Kirchenzehnteu — also von Bangs, Nofels, Fräsch bis an den Rhein und über den Rhein, südlich von Oberriet, zu Bärs und im Loch (im jetzigen Kt. St. Gallen). Das halbe Dorf Salez hatte noch im Jahre 1700 von jeder Feuerstätte Viertel Haber an die Besitzer der Herrschaft Schellenberg zu entrichten. (Altes Urbar zu Vaduz.) (Reg. 226). Der Besitzer von Schellenberg hatte ferner auch Fischereirechte in der krebsreichen Esche, das Zollrecht nördlich der Esche, das Geleitsrecht von Feldkirch nach Werdenberg, und die Fähre über den Rhein zn Ruggell (Reg. 233, 234 und 264). Die Rheinfähre zn Gamprin besaßen im 13. Jahrhundert zur Hälfte die Tumben von Neuburg; denn am 29. Aug. 1294 gabeu Friedrich und Schwicker die Tumben dem Eberhard v. Koblach aus den Erträgnissen jener Rheinfähre jährlich 10 Schillinge uud 6 Schüssel Hafer für gewisse Güter in Montigeln. )̂ Diese Fähre rührte ohne Zweifel ans dem früheren Besitz der v. Schellenberg her. Doch hatten die v. Schellenberg diese Fähre mit dem Frei- herrn v. Sax gemeinsam. Man hieß sie: am Hauenau. (Altes Urbar Vaduz). Die Fähre zu Bendern hatten die Besitzer der Grafschaft Vaduz. Wenn wir einer Schrift jungen Datums (Reg. 5) glauben können, standen die Herren v. Schellenberg auch in Beziehungen zu der Pfarrkirche iu Escheu, so daß diese Kirche, Kirche der Herren v. Schelleuberg geuauut werden konnte und ihr Wappen am Hochaltare, Schild uud Speer am Portale augebracht waren. Auch sollen sie Vögte der Kirche zu Beudern gewesen sein und dort ihre Grabstätte gehabt haben. Hingegen reichte das Gebiet der Freiherren v. Sax stellen- weise auch über den Rhein herüber, wie wir deutlich ans einer Urkunde vom 15. November 1235 erkennen, in welcher Ulrich v- Gamprin und seine Söhne Hermann, Rudolf, Ulrich, Heinrich und Eglolf, dem Propst Hermann von St- Luzi mit Einwilligung des Herru Heiurich v. Sax und seines gleichnamigen Enkels für 8 Pfd. Pfg. ihre Aecker am Bühele abtraten und deu Streit mit demselben Kloster über den Zehnten ihres Hofes aufgaben. Oberrh. Zeitschr,, B. 10, S. 41S.
        

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