— 147 Adresse, in welcher sie um Erfüllung ihrer Wünsche bitten. Die ständische Verfassnng vom Jahre 1818 soll durch eine freiheitlichere ersetzt werde», in welcher freie Wahl der Volksvertreter, Oeffeutlichkeit der La»dtagSsitz»ngen, Budget- recht, Initiative in Verwnltnngs- und Gcsetzessachen, nnd Aussicht über die öffentlichen Fvnde garantiert werden. Die Feudallasten (Fastnachtshenne,.die Frohnden, Schäs- haber, Vvgelrecht und Laudemium) sollen unentgeltlich aus- gehoben werdeu. Jagd uud Fischerei solleu freigegeben werden und Zoll, Weggeld uud Ohmgeld als Laudesregal auf immer der Landschaft verbleiben. Ferner wird gebeten um uuentgeltliche Aufhebung des Novalzehnten uud um Ablösbarkeit der übrigen landes- üblichen Klein- und Grvßzehnten nach einem billige» Maß- stabe. Der Bundestagsgesandte soll, solange er nur deu Souverän vertritt, auch von diesem unterhalten werden. Hinsichtlich des Kvutiugeuts wird Volksbewaffnung "uach dem Muster anderer Bundesstaaten gewünscht. Das Beamten- personal soll vermindert, mißbeliebige Beamten abberusen, nnd die Stellen in Zukunft vorzugsweise mit Inländern besetzt werden. Die Taxen sollen herabgesetzt und die Sporteln auf- gehoben werden/ Eiu ueucs Gemeiudegesetz mit freier Wahl der Vorsteher und freier Vermögensverwaltung soll geschasseu werdeu. Origiualentwurf von Rektor Kaiser und Kopie. s2K4 1848 Mürz 24. Die Vorsteher und Ausschnßmänner sämtlicher Gemeinden /versammeln sich und erfahren den Erlaß des Fürsten Alois vom 19. März 1848. Sie begrüßen die in diesem Erlasse kundgegebene landesvüterliche Fürsorge und wiederholen die in der Adresse vom 22. März geäußerten allgemeiueu Wünsche. Da in der Versammlung noch andere spezielle Wünsche zum Ausdrucke kamen, wird eine weitere . Adresse an den Fürsten beschlossen und darin gebeten, daß die Verwaltung des Landes Männern anvertmnt werde, welche im Sinne des neuen Geistes der Regieruüg haudelu und welche das Vertrauen des Volkes besitzen. Auf diese Weise könne die Aufrechterhaltung der gesetzlichen Ordnung und Ruhe gesichert werden. Im Weiteren werden, abge- sehen von den in der Adresse vom 22. März schon kund- gegebenen Wünschen uoch folgende Bitten vorgebracht. Der Titel Landvvgt soll durch eiueu anderen, dem Geiste der Neuzeit angemessenen ersetzt werden. Ein neues Triebrecht soll eingeführt werden nach dem Muster des alten
        

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