— 16 — berges, nämlich den Grafen v. Werdenberg-Sargans zu Vaduz, abgeschlossen wordeu sind (Reg. 264), stand den letzteren die höhere Gerichtsbarkeit zu; hingegen besaßen die v. Schellenberg Zoll- uud Fischereirechte daselbst. Wir finden auch die Herren v. Schelleuberg in allen Fehden treu au der Seite der Werden- berger und schließlich verkauften sie auch an diese Grafen ihre Herrschaft im Jahre 1317. Was znr ursprünglichen Herrschaft Schellenberg gehörte, scheint zumeist auf dem nördlichen und westlichen Teil des Eschner- berges, also auf Schellenberg, in Ruggell nnd Gamprin, mit an- deren Worten auf dem alten Psarrbezirk Beudern gelegen zn Habens, soweit dieser ans der rechten Rheinseite lag. Dazukamen noch einige kleinere Besitzungen jenseits des Rheines. Schon die Lage der alten Burg weist auf eine solche Be- grenzung ihres Gebietes hin. An ein geschlossenes Gebiet darf ja in jener Zeit noch nicht gedacht werden. Das zur Burg und Herrschaft Schelleuberg ge- hörige Besitztum lag wohl über den ganzen Eschnerberg ̂) uud wohl anch jenseits von Rhein und Jll zerstreut. Die Herren v. Schellenberg hatten auch im heutigen Vorarlberg Güter und Leib- eigene (Reg. 137). Dagegen war das Besitztum, welches die Grafen v. Montfort am Eschnerberg hatten, ebenso groß wie das der Herren v. Schellenberg. Der" Kaufpreis war für die beiden Teile sozusagen der gleiche, als im Jahre 1412 Gras Albrecht III. zu Bludenz die Burgen Alt- und Nen-Schellenberg samt Zubehör an deu Grafen Wilhelm v. Montfort-Tettnang und Bischof Hart- mann II. im Jahre 1416 seine Besitzungen am Eschnerberg, die wahrscheinlich von der Erbschaft des letzten Grafen v. Montfort- Feldkirch herrührten, den Freiherren v. Brandts verkaufte. (Reg. 224, 287 und 296.) Znr alten Burg und Herrschaft Schelleuberg gehörte auch der Zehent vou Wein, Korn, Obst nnd allen Früchten, Schweinen, Zur Pfarrei Bendern gehörten damals Gamprin, Ruggell und Schellenberg, also die ganze nordwestliche Seite des Eschnerberges. Das dürfte alles zum Herrschaftsgebiete v. Schellenberg gehört haben. Daher wohl in der Urkunde Reg. 13 suxsr ctso. ncl eoel. s. ZVIai'ie in Lsndur psrt. «.put gol>,, wo das s-xut mit „in" zu übersetzen ist. )̂ So konnte im Jahre 1305 Swigger v. Schellenberg einen Hof zu Mauren im Oberdorf dem Kloster Pfäfers vermachen (Reg. 10t).
        

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