— 124 — 1KV2 Oktober 11. Ein vom Oberamte in Vaduz bestelltes Schiedsgericht bestimmt die Ordnung, welche bei den Wassergräben au der Triesuerberger Alpstraße ein- gehalten werden soll. Landschreiber Johann Strauß siegelt mit dem gräslich Sulzischen Jnsicgel. Orig.-Pergam. Siegel vorzüglich erhalten. s114 1613. Hohencmser Urbar der Grasschaft Vaduz mit geschicht- lichen Vorbemerkungen. Alte 
Abschrift. 115 Vgl. Jahrbuch VI. S. 21 ff., wo der JuhcUt dcs llibais voll- ständig wiedergegeben ist. 1614 Juui 3. Liuz. — Verleihung der „Brandisischen Freiheiten" durch Kaiser Matthias au den Grafen Kaspar zu Hvheuems für die Herrschaften Vaduz und Schellenberg. Es werden die von Kaiser 
Friedrich HI. den Brüdern Ludwig und Sigmnnd Freiherren von Brandis i. I. 1492 verliehenen Freiheiten nnd Privilegien, welche von Kaiser Maximilian I. gegenüber dem Freiherrn Sigmnnd v. Brandis im Jahre 1507 wiederholt worden waren, nun neuerdings sür deu Grafen Kaspar zu Hohenems bestätigt. Jedoch das in den früheren Urkunden verliehene Privilegium, wonach die Herren von Brandis, ihre Erben, Vögte, Bürger, Ge- meinden usw. vor kein fremdes Gericht geladen oder gefor- dert werden dürfcu, ausdrücklich ausgenommen und anfge- hoben. Die Herren von Vaduz und Schellenberg hatten demnach uoch folgende Rechte: 1. Gerichtszwünge, Zoll, Mauthen, Mühlen, Steinbrüche, Weiden, Hölzer, Wälder, Wasser und Wasserleiten, Bergwerke, Zwinge uud andere Gerechtigkeiten, die die Herren v. Brandis und ihre Nachfolger von ihren Vorfahren rechtlich an sich gebracht hatten. 2. Den Bann über das Blnt richten, welchen sie auch deu Ihrigen, die dazu tauglich sind, erteilen nnd dafür in Eid nehmen 'können. 3. Die von ihnen gesetzten Richter können Uebeltäter peinlich fragen und nach des Reiches Gesetzen richten. 4. Hergekommcne Leute solleu ihnen „Hulden", schwören und gehorsam sein. 5. Aechter, die vou einem Reichsgericht mit Urteil ge- ächtet sind, sollen sie Hansen nnd Höfen dürfen. 6. Alle Dörfer iu ihren Gebiete«, wenn sie nicht ordent- liche Gerichtsherren haben, sollen sie als ihre rechten Herren und Richter ansehen nnd keine andere Herrschaft snchen.
        

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