122 — seinen Amptleutcn auch nennen solle, zu handeln richten und zn volfaren, gegen dem Armen als dein Reichen uud dem Reichen als dem Armen, uud darin nit anzusehen Gunst, Forcht, Freundschaft, Feindschaft, Mueth, Gaab noch gcmtz kam ander Sachen, dann allein gerechtS Gericht und Recht, inmassen das ain yeder gegen Gott dem Allmechtigen an dem letzten Gericht verantworten will. — Doch nns und dem heil. Reiche, au unsern und sonst meniglich an seinen Rechten und Gerechtigkeiten unvergriffen und unschädlich. Der genant Graf Carl Ludwig, zu Sulz hat uns auch daraus durch seiueu vollmechtigcn Anwaldt, den wvlgebornen unsern nnd des Reichs lieben getrewen Albrechten Grafen zu Fürsten- berg, Heiligenberg und Werdenberg, unserm Rath nnd Ca- merer iu Crafst seiues uus fürgebrachteu schriftlichen Gwaldts, gewöndtlich Glübdt und Aydt gethan nns und dem heil. Reich, getreu, gehorsam und gewertig zu sei», zu dieueu und zu thuen, als sich von solchem Lehen gevürt, alles threw- lich und ungewerlich. — Und gepicten darauf allen und yeg- - lichen Churfürsten, Fürsten, Geistlichen nnd weltlichen Prelateu, Grafen, freyeu Herrn, Rittern, Knechten, Hanptleuten, Land- vögten, Vitzdomben, Vögten, Pflegern, Verwesern, Ampt- leuten, Schulthaissen, Bürgermaistern, Richtern, Räthen, Bür- gern, Gemainden uud sonst allen andern unsern nnd des heil. Reichs Undterthaueu uud Getrewen, was Wirden, Standts oder Wesens die seind, ernstlich nnd vestiglich mit diesem Briefs. — Und wollen, daß sy vfft gedachten Graf Carl Ludwig zu Sultz an der obgeschriebnen unser Ver- leihung nit irren, noch hintern, sonderine deren, wie obstcet, geruhiglich geprauchen, geniessen llnd gentzlich dabey bleiben lassen, als lieb eiuem yeden sey unser und des Reichs schwere Ungnadt und Stroff uud dazu aiu Peeu nemlich viertzig Mark löttig Goldes zu vermeiden, die ain yeder, so offt er frevenlich hicwieder thette nns halben unser nnd Reichs Camer, und den andern halben Theil vilernantem Graf Karl Ludwig zn Snlz unnachlcßlich zn bezalen verfallen sein solle. ^ — Mit 
Urkuudt diss Briefs besigelt mit uuserm kaiserlichen anhangenden Jnsigel. — Geben anff unserm khuniglichen Schloß zu Prag den sibenzehenden Tag des Monats Juny nach Christi unseres lieben Herrn nnd Seligmachers Geburth funszehenhuudert und im Sibenundachtzigsten, unserer Reiche des römischen im zwelften, des hungrischeil im fünfzehenden und des behaimischeu auch im zwelften Jahren. Rndolf. 1588 Nov. 11. Peter Gcmtuer in Schaan verkauft ab seinem Acker in „Gapetsch" der Schcmner Frtthmeßpsrund um 20
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.