— 14 — ganzen Kranz von Burgen mit den deutschen Namen ihrer Be- wohner. Es seieu nur genannt: Grafenberg, Liechtenstein, Stadion, Straßberg, Greifeustein, Summerau, Langcnberg, Löweuberg, Spillberg, Wildenberg, Frundsberg, Franenberg, Löwenstein, Waltersburg, Grüueufels, Kropfenstein, Friedberg, Freiberg, Ehreusels, Rietberg, Tagstein, Schanenstein, Baldenstein, Hasel- stein, Bärenburg. Wohl durch die staufischen Herzöge und Kaiser geschah die Gründung dieser deutscheu Edelsitze aus ihrem Gebiete oder dem des Reiches. Es geschah dies teils, um die bei den vielen Feld- zügen geleisteten Dienste zu belohneu, teils um neue Dienste sich zn sichern; jedenfalls aber auch, um die Straßen über die Pässe nach Italien zn bewachen. Von Barbarossa wissen wir, daß er zn gewissen Zeiten strenge Sperre der Alpenpässe anordnete. Swigger von Aspermont, in dessen Herrschaft die obere Neuburg erbaut wurde, war ein treuer Diener Barbarossa's, der ihn auch zu sehr wichtigen Missionen verwendete, wie z. B. ariuo 1153 nach Mailand. Dieser 
Kaiser soll ja auch gauze Kolonien aus Schwaben iu die'rätischeu Täler verpflauzt haben, um des Passes über den Splügen sicher zu seiu. Zu Begiuu der Regierungszeit der Staufer hatte es in Schwaben noch ziemlich beträchtliche unmittelbar unter Kaiser und Reich stehende Landstrecken gegeben, weil Schwaben vom Kaiser- hause selbst verwaltet wurde. Dabei wurde zwischen Familien- besitz und Reichsbesitz nicht scharf unterschieden. Schon König Philipp gab einen großen Teil dieser Besitzungen aus den Händen, als er in Geldnot war und doch seine Anhänger belohnen mußte. Die Chronik von Ursperg sagt, er habe von den reichen Gütern, die sein Vater, Kaiser Friedrich, in Alemannien gesammelt hatte, verschwenderisch ausgeteilt, so daß jeder Dienstmann Dörfer oder Landhöfe oder Kircheu erhielt. Uuter solchen Verhältnissen mögen nun auch die Herren v. Schellenberg Hieher gekommen sein. Bei den vielen Fehden, die von Kaiser Heinrich IV. Zeiten her, besonders im Kampse der Welsen gegen die Tübinger und Staufer, Schwaben heimsuchten, gab es zu 
Gütererwerbungen sür tatenlustige Ritter hinreichend Gelegenheit. Zur Zeit des Interregnums wurden dann solche Besitzungen, die mau als Lehen empfangen hatte, als Eigentum
        

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