Kurzberichte Harte Justiz in alter Zeit Die Kopialbücher Walg au, 17 Bände aus den Jahren 1523 bis 1665, sind ein Sonderbestand des Tiroler Landesregierungsarchives und stel- len Abschriften von Schreiben dar, welche von der oberösterreichischen Regierung in Innsbruck abgesandt wurden. Sie enthalten auch manches, was für die Geschichte unseres Landes von Interesse ist. Ein Beispiel aus dem Jahre 1584 zeigt uns, wie hart die Gerichts- barkeit damals gehandhabt wurde. Es sei hier in sprachlicher Über- tragung wiedergegeben. Zwei Kelche, so bei unser lieben Frauen Kapellen zu Triesen bei nächtlicher Weil entfremdet worden betreffend Weichermassen uns Caspar von Ramschwag, Vogt zu Gutenberg, untertänig schriftlich zu erkennen gegeben, wie dass kurzver- wichener Zeit aus unser Lieben Frauen Kapellen zu Triesen bei nächtlicher Weil zwei Kelche entfremdet, welche Täter dann gefangen eingezogen und mit dem Strang gerichtet worden. Das habt ihr aus beigetaner Abschrift ferneren Inhalts anzuhö- ren. Demnach dann die Corpora solcher beiden Kelche samt den Patenen bei dem Hubmeisteramt allda zu Feldkirch liegen sollen. So ist im Namen der Fürstlichen Durchlaucht unseres gnädigsten Herrn unser Befehl an Euch, sofern die Sachen vermöge gemel- deten von Ramschwags Schreiben und Bericht also beschaffen, dass Ihr ihm angedeutete Kelche, sintemal es Kirchengut, also Ihre Fürstliche Durchlaucht gar mit nichten confisziert oder ver- 282
        

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