aus dem Saminatal, die bei Sücca 1962 um 1400 m gesammelt wurde (v. LEHMANN 1963) nimmt eine gewisse Mittelstellung ein, die Tiere sind unterseits nicht ganz so weiss wie die 
typischen flavicollis flavi- collis. Dies fiel bei der ersten Einstufung 1963 nicht auf, wurde aber jetzt bei genauerer Prüfung deutlich. GERD HEINRICH hat bei der Erstbeschreibung 
seiner alpicola (die 1951 
zunächst alpinus genannt wurde) auch das vertikale Vor- kommen dieser hochmontanen Unterart besprochen und vermutet, dass — zumindest im Allgäu, wahrscheinlich aber auch im Berchtesgadener Land 
— A. f. alpicola erst von 1200 m an aufwärts vorkommt und keine Verbindung mit A. 
/. flavicollis der tieferen Lagen hat. Er nimmt sogar an, dass es zwischen diesen beiden Unterarten eine gelbhalsmausleere Zone von etwa 600 m gibt, in die nur die Waldmaus hineinragt (HEIN- RICH 1951, p. 120, Abb. 4). Es kann gar kein Zweifel darüber bestehen, dass diese Beobachtungen nicht verallgemeinert werden dürfen; in Liechtenstein besteht jedenfalls kein Anlass zur Annahme einer solchen Zone ohne Gelbhalsmäuse. Besonders deuten ja auch die intermediär gefärbten Tiere des Saminatales auf das Vorhandensein von Übergangs- formen der beiden Vertikalrassen. Bestätigt wird diese Annahme durch die Fänge von Gelbhalsmäusen in Vorarlberg, die BAUER und Mit- arbeiter (1967) veröffentlichten, und 
wonach alpicola im Montafon bis 900 m und weiter hinabsteigt. Dies spricht aber natürlich grundsätzlich nicht gegen das Vorhandensein einer Hochgebirgsrasse, wie sie von HEINRICH beschrieben wurde mit den charakteristischen Kennzeichen hochmontaner Säuger (Verdunkelung, lange «Körperanhänge»). Nachdem kürzlich (v. LEHMANN 1967) an dieser Stelle schon der Nachweis eines anderen Kleinsäugers der Hochalpen für Liechtenstein erstmalig in Gestalt der hochmontanen Feldmaus erbracht wurde, sind diese Fänge der alpinen Gelbhalsmaus in Silum eine weitere Vervoll- ständigung des Bildes, das wir von der Säugerwelt Liechtensteins zu zeigen bemüht waren. 280
        

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