1845 ein Kapital von 1000.— fl.101 für die weibliche Jugend der Ele- mentarschule zur Verfügung. Ebenso bezahlte Dr. Grass einen jähr- lichen Zuschuss von 100.— fl.10'2 und die Gemeinde Vaduz hatte pro Jahr einen Zuschuss von 120.— fl. zur Verfügung zu stellen.103 Die Schwestern kamen aus Zams in Tirol und der Hauptzweck ihrer Beru- fung war «der Unterricht der Mädchen in den eigentlichen Schulfächern und in den weiblichen Arbeiten».104 Vorerst wurde eine Probezeit von 3 Jahren festgesetzt, «da nun derlei Anstalt im Fürstenthum etwas ganz Neues und ihr Gedeihen obgleich nicht zu bezweifeln, doch auch nicht gerade ausgemachte Sache ist».105 Am 15. Oktober 1846 trafen die zwei Schwestern in Vaduz ein.106 In den drei Probejahren zeigte es sich, dass die Schwestern für die Schule von grossem Vorteil waren. Zwar hatten sie in den Jahren der «Bewegung» ihre Widersacher gefunden, jetzt aber sei der grösste Teil der Gemeinde für die Schwestern eingestellt, schrieb Menzinger 1848.107 Die Widmungsurkunde bezüglich der Stiftung der 1000.— fl. der Theresia Rheinberger stammt vom 20. Mai 1848108 und am 17. August 1849 wurde der Vertrag zwischen dem Orden und dem Regierungsamte in Vaduz für weitere drei Jahre unterzeichnet.109 Der Vertrag verpflich- tete den Orden, durch zwei Schwestern den Unterricht in der Mädchen- 101 LRA NR 85/52, 24. Okt. 1845; OA an Fürst. Wenn die Schwestern noch Krankenpflege ausüben würden, stellte Th. Rheinberger 2000.— fl. zur Verfügung. 102 1. c. 103 1. c. 104 1. c, 18. Febr. 1846; OA an Hochw. J. B. Hag, geistl. Rat in Feldkirch. 105 1. c. 106 I.e., 20. Okt. 1846; OA an Fürst. «Ihr gutes Aussehen, ihre jugendliche Rüstigkeit und ihr ungezwungenes offenes Benehmen lassen nur guten Erfolg erwarten». — Th. Rheinberger stellte im «Roten Haus» Räume für die Mädchenschule zur Verfügung, cf. O. Seger, Vaduz, ein Heimat- buch, Vaduz, 1956, S. 64. 107 1. c, 31. Aug. 1848; OA an Hochw. Johann Duile, Kanonikus und General- superior der barmherzigen Schwestern zu Brixen. 108 LRA NR 85/52, 20. Mai 1848; Widmungsurkunde der Th. Rheinberger. 109 1. c, 17. Aug. 1849; Vertrag zwischen dem Orden der barmherzigen Schwestern und dem fürstlichen Regierungsamte. 168
        

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