waren auch bereits Verhandlungen wegen Erneuerung des Vertrages von 1837 im Gange.107 Desgleichen hatte man mit dem St. Gallischen Inspektor Hartmann wegen eines Brückenbaues bei Mals gesprochen, der die nötigen Schritte bei seiner Regierung unternehmen werde.108 Die Anregungen zur Einrichtung einer Hausindustrie wurden ab- lehnend beantwortet, da die meisten Liechtensteiner wenig Geschick und Lust zu Holzschnitzereien hätten.109 Eher verspreche die Einfüh- rung von Spinnstuben Erfolg, da viele Liechtensteinerinnen «Tüchtig- keit und Anlage es weiter zu bringen verrathen».110 Die Untersuchung der mineralhaltigen Quellen wurde vorgenom- men; die meisten enthielten jedoch ziemlich viel Schwefel. Genauere Resultate waren aber nicht vorhanden.111 Für die Viehzuchtverbesserung war schon 1845 eine eigene Prämie eingeführt worden. Im Herbst 1847 war eine Viehausstellung geplant, bei der diese Preise verteilt werden sollten.112 Die Verbesserung der Strassen infolge der Rüfeüberschwemmungen konnte erst erfolgen, wenn technische Gutachten darüber vorhanden waren, die aber erst noch eingeholt werden müssten.113 Auch die übrigen Anregungen durch Alois II. wurden begrüsst, be- sonders die Berufung von Schulschwestern wurde dringend empfohlen, da ihre Anwesenheit sich «wohlthätig» bemerkbar mache.114 Es wurde versucht, für alle Probleme eine Lösung zu finden. Oft musste aber zu Verlegenheitslösungen gegriffen werden, da viele Um- stände in Betracht zu ziehen waren. Dadurch blieben wichtige politi- sche Angelegenheiten, die einer Lösung harrten, unberücksichtigt. Vor allem dieser Umstand bewirkte, dass von den vielen in Angriff ge- nommenen Verbesserungsversuchen nur wenige zur Ausführung ka- 107 1. c, ad 13. 108 1. c, ad 17. 109 1. c, ad 9. 110 1. c. 111 1. c, ad 10. 112 1. c, ad 11. Eine Verordnung über die Viehzucht bestand seit 1845. LRA NS 1840 — 49, 10. Okt. 1845. 113 1. c, ad 18. 114 1. c, ad 21. 119
        

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