Sitzung, die aber von schwedischen Kriegsvölkern schwer verwüstet worden war. Von verschiedenen kaiserlichen und anderen Räten waren die Na- men der Güter genannt worden (wohl niemals ohne die Absicht, beim Zustandekommen des Kaufes werde ein schönes Präsent herausschauen), aber über das Stadium von Erkundigungen und der Korrespondenz der Fürsten untereinander geben die Akten keine weitere Auskunft, und in jedem der vielen Einzelfälle sind die Schwierigkeiten zur Erreichung des Zieles deutlich sichtbar. Der neue Reichstag nahte, ohne dass es dem Fürstenhause gelungen war, die Hauptbedingung zu erfüllen, die im Besitz fürstenmässiger und reichsunmittelbarer Güter bestand. Die grosse Enttäuschung: Der Reichstag des Jahres 1654 Gleich zu Beginn der Reichstagssession wurden am 3. Januar 1654 die Fürsten Maximilian von Dietrichstein, Johann Weikhart von Auers- perg und Generalleutnant Octavio Piccolomini «aus absonderlich wich- tigen Ursachen» in den Reichsfürstenrat aufgenommen. Die beiden Erstgenannten waren durch ihreHofämter von grösstem Einfluss, und der Fürst Piccolomini hatte sich als machtgieriger und ehrgeiziger Mann bei der Ermordung Wallensteins, dem er bis zuletzt Freundschaft vor- täuschte, bei Kaiser Ferdinand unentbehrlich gemacht. Obwohl erst 1652 in den Fürstenräng erhoben, empfahl ihn der Kaiser schon ein Jahr später zur Aufnahme in den Fürstenrat. Eigenartigerweise stellte ein Reichsgutachten vom 19. Februar, also kurze Zeit nach der Aufnahme der drei Fürsten, ausdrücklich fest, dass diese Bewilligung niemandem, «wer er auch sei, über kurz oder lang», eine Berechtigung gebe. Das Fürstenhaus Liechtenstein war mit Recht der Überzeugung, dass seine Verdienste im Laufe vieler Jahrhunderte nicht geringer als die der Aufgenommenen seien. Haus Liechtenstein war ausserdem schon früher in den Stand der Reichsfürsten erhoben worden als die drei Neuaufgenommenen. 28
        

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